BPOLI LUD: Moldauer schleuste Landsleute in die Bundesrepublik

Görlitz (ots) - Ein Moldauer (44), der offenbar Landsleute in die Bundesrepublik schleuste, ist gestern Abend von der Bundespolizei vorläufig festgenommen worden.

Kurz vor 21.00 Uhr war einer gemeinsamen deutsch-polnischen Streife auf der Autobahn bei Ludwigsdorf ein aus der Republik Polen kommender moldauischer Kleinbus aufgefallen. In der Nähe von Kodersdorf kontrollierten die Beamten den in Richtung Dresden fahrenden Bus und deren Insassen. Neben dem Fahrer und zugleich späteren Verdächtigen befanden sich ein bulgarischer Mann, zwei rumänische sowie vier moldauische Männer in dem Mercedes.

Als sich die Beamten das Reisegepäck des Fahrers ansahen, fanden sie zunächst drei gefälschte rumänische Ausweise. "Zufälligerweise" waren diese Dokumente auf drei der mitreisenden moldauischen Passagiere (43, 46, 51) ausgestellt. Erste Ermittlungen ergaben, dass die "falschen" Rumänen in Deutschland arbeiten wollten. Auch bei einem vierten moldauischen Passagier (39) schien einzig die Schwarzarbeit der Reisegrund zu sein. Er erklärte, ein Bekannter hätte ihm eine Bleibe im Bundesgebiet angeboten und eine Arbeitsstelle in Aussicht gestellt.

Gegen den Fahrer des Kleinbusses wird nun wegen des Verdachts des Einschleusens, des Verschaffens von falschen amtlichen Ausweisen und wegen unerlaubter Einreise ermittelt. Zudem wurde ihm das Reiserecht aberkannt.

Auch für die vier Geschleusten fand die Reise bei Ludwigsdorf ihr Ende, denn auch sie hatten ihr Reiserecht verloren.

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