Pressebericht vom 06.08.2018
06.08.2018, PP München
Pressebericht vom 06.08.2018
Inhalt:1144. Versuchter Totschlag – Unterföhring 1145. Festnahme wegen Betäubungsmitteldelikten – Oberschleißheim1146. Rettung eines Nichtschwimmers aus dem Lerchenauer See 1147. Raub und gefährliche Körperverletzung – Ludwigsvorstadt 1148. Brand vor einem Supermarkt – Riem 1149. Schadensträchtiger Brand – Fasanerie 1150. Raubüberfall mit Messer in U-Bahn – Laim
1144. Versuchter Totschlag – Unterföhring Am Samstag, 04.08.2018, gegen 22.50 Uhr, mündete ein Streit unter Bewohnern einer Gemeinschaftsunterkunft in Unterföhring in einer gewaltsamen Auseinandersetzung. Auslöser der Differenzen war der Kauf eines Mobiltelefons, welches allerdings nur bedingt funktionstüchtig gewesen sein soll. Hierüber gerieten ein 21-jähriger Afghane und sein vier Jahre älterer Landsmann derart in Streit, dass der Jüngere am Ende diesen mit einem kleinen klappmesserähnlichen Gegenstand angriff und ihn am Rücken verletzte. Mitbewohner trennten anschließend die Kontrahenten und verbrachten den Angreifer bis zum Eintreffen einer Polizeistreife in ein anderes Zimmer, wo er vorläufig festgenommen werden konnte. Der 25-Jährige wurde stationär behandelt. Die zugefügte Stichwunde war aber nicht lebensbedrohlich. Aufgrund der Art und Weise des Angriffs, beantragte die Staatsanwaltschaft München I einen Haftbefehl gegen den 21-Jährigen wegen versuchten Totschlags, der gestern von einem Ermittlungsrichter erlassen wurde. Die Mordkommission übernahm die weiteren Ermittlungen.
1145. Festnahme wegen Betäubungsmitteldelikten – Oberschleißheim Am Samstag, 04.08.2018, fand in Oberschleißheim an der Ruderregattastrecke ein Electro-Festival statt. Aufgrund von Erkenntnissen, dass es unter anderem bei größeren Electro-Musik-Veranstaltungen zu einem stark erhöhten Missbrauch harter Drogen (insbesondere von Amfetamin und Kokain) und in diesem Zusammenhang auch zu Straftaten wie Besitz, Erwerb und Handel mit Betäubungsmittel kommt, wurde das Festival überwacht. Hierbei konnten insgesamt 24 Personen im Alter von 24-40 Jahren wegen verschiedener Betäubungsmitteldelikte vorläufig festgenommen werden. Einige der Festgenommenen wurden durch den sensibilisierten Sicherheitsdienst bereits beim Einlass mit Betäubungsmitteln aufgegriffen und der Polizei übergeben. Ein 28-jähriger Münchner wurde aufgrund eines geleisteten Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte vorläufig festgenommen. Er versuchte die eingesetzten Beamten mehrmals zu treten, ihnen Stöße mit dem Kopf zu versetzen und sie anzuspucken. Auch als er bereits gefesselt war, ließ er von diesen Versuchen nicht ab. Nachdem er gegenüber den eingesetzten Beamten geäußert hatte, dass er alle umbringen werde und auch seinen Suizid ankündigte, wurde er aufgrund bestehender Allgemein- und Selbstgefahr in eine Klinik eingewiesen. Die anderen vorläufig festgenommenen Personen wurden wegen der Delikte angezeigt und nach der Durchführung der polizeilichen Maßnahmen und der Erteilung eines Platzverweises wieder entlassen. Es konnten eine Vielzahl verschiedener Betäubungsmittel sichergestellt werden. Hauptsächlich handelt es sich um XTC, Kokain und Marihuana. Weitere acht Personen erhielten Hausverbot, da sie die polizeilichen Maßnahmen störten.
1146. Rettung eines Nichtschwimmers aus dem Lerchenauer See Am Sonntag, 05.08.2018, gegen 16.30 Uhr, ging ein 16-Jähriger aus München am Südufer des Lerchenauer Sees ins Wasser. Der 16-Jährige ist Nichtschwimmer. Laut eigener Aussage, wollte er sich im seichten Wasser des Südufers lediglich abkühlen. Der 16-Jährige unterschätzte an dieser Stelle jedoch das steil abfallende Ufer des Sees, geriet aus Unachtsamkeit in das tiefere Gewässer, wo er den Halt verlor und nicht mehr stehen konnte. Hier drohte er unterzugehen und geriet bereits mit dem Kopf unter Wasser. Ein 49-jähriger Zeuge bemerkte die Notlage des 16-Jährigen und kam diesem zu Hilfe. Er zog den 16-Jährigen an das Ufer des Sees und begann sofort mit den Reanimationsmaßnahmen. Die in der Nähe befindliche und hinzugerufene Wasserwacht setzte die Erste-Hilfe-Maßnahmen fort, woraufhin der 16-Jährige noch am See zu sich kam. Danach wurde der junge Mann in ein Krankenhaus gebracht.
1147. Raub und gefährliche Körperverletzung – Ludwigsvorstadt Ein 22-jähriger Afghane hatte am Samstag, 04.08.2018, einem 21-jährigen Afghanen ein Handy verkauft, jedoch den Kaufpreis noch nicht erhalten. Als er den 21-Jährigen am Sonntag, 05.08.2018, gegen 14.40 Uhr, in der Ludwigsvorstadt wieder sah, forderte er den ausstehenden Geldbetrag, den der 21-Jährige nicht zahlen wollte oder konnte. Aus diesem Grund griff der 22-Jährige den 21-Jährigen mit einem Kopfstoß an und riss ihm unter Faustschlägen dessen Handy aus der Hand, mit dem er davonlief. Der 21-Jährige verfolgte den Räuber und konnte ihn einholen. Er stieß ihn zu Boden und schlug mehrfach mit seinem Gürtel auf den Kontrahenten ein. Auf diese Situation wurden Beamte der Polizeiinspektion 14 (Westend) aufmerksam. Beide Beteiligte wurden vorläufig festgenommen und wegen ihrer jeweiligen Delikte angezeigt. Sie wurden der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Dort werden sie dem Ermittlungsrichter vorgeführt.
1148. Brand vor einem Supermarkt – Riem Am Sonntag, 05.08.2018, gegen 01.15 Uhr, stellte eine Anwohnerin vor einem Supermarkt in der Lehrer-Wirth-Straße in Riem rauchende Holzpaletten fest, die sich kurz darauf entflammten. Das Feuer breitete sich schnell aus und griff auf eine Markise und die Isolierung der Hausfassade über. Durch die Hitzeentwicklung sprang die Ladenscheibe und das ca. 70 Quadratmeter große Geschäft wurde durch Rauch beschädigt. An einem der auf Straße stehenden Pkw entstanden hitzebedingte Schäden. Der bei dem Brand entstandene Gesamtschaden wird auf rund 200.000 Euro geschätzt. Der Brand wurde durch die gerufene Feuerwehr gelöscht. Das Kommissariat 13 übernahm in der Nacht die Ermittlungen. Aufgrund mehrerer Zeugenaussagen besteht der Verdacht, dass der Brand durch eine Gruppe von Jugendlichen gelegt wurde. Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise zu dem Brand am Geschäft in der Lehrer-Wirth-Straße in Riem geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 13, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
1149. Schadensträchtiger Brand – Fasanerie Am Samstag, 04.08.2018, gegen 13.15 Uhr, meldete eine Bewohnerin aus dem gegenüberliegenden Anwesen einen Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Reigersbachstraße in der Fasanerie. Die gerufene Feuerwehr löschte das auf einer überdachten Terrasse entstandene Feuer. Dort waren die Gartenmöbel abgebrannt und durch die Hitzeentwicklung sprang die Türverglasung zum Wohnzimmer. Die Flammen beschädigten die Hausfassade und die Überdachung und griffen auf die Wohnzimmereinrichtung über. Im Wohnzimmer entstand ein mittelgroßer Brandschaden. Ruß und Rauch breitete sich über das gesamte Erdgeschoss und das Obergeschoss aus und verursachten einen erheblichen Sachschaden. Der Gesamtschaden dürfte bei rund 150.000 Euro liegen. Personen wurden nicht verletzt. Es war zur Brandzeit keiner im Anwesen. Das Kommissariat 13 hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
1150. Raubüberfall mit Messer in U-Bahn – Laim Am Samstag, 04.08.2018, gegen 05.30 Uhr, fuhr ein 21-jähriger Münchner von der Münchner Innenstadt mit der U 5 in Richtung Laimer Platz. Zu diesem Zeitpunkt befand er sich allein im U-Bahnabteil. Am Haltepunkt „Karlsplatz“ (Stachus) stiegen vier Männer zu. Kurz vor der Station „Friedenheimer Straße“ kam die Personengruppe auf den 21-Jährigen zu und umringte diesen. Als der junge Mann aufstehen wollte, wurde er von einem der Männer zurück in seinen Sitz gestoßen. Mehr oder weniger gleichzeitig wurde der 21-Jährige zur Herausgabe von Wertgegenständen aufgefordert. Zuvor hatte einer der Täter ein Klappmesser aus der Hosentasche gezogen und richtete es gegen den 21-Jährigen. Aufgrund der Bedrohungssituation übergab der junge Mann sein Mobiltelefon. Daraufhin ließen die Täter von ihm ab, so dass dieser aus der U-Bahn flüchten konnte. Täterbeschreibung:Täter 1:Männlich, ca. 25 Jahre alt, ca. 180-185 cm groß, hager, dunkelhäutig, kurze, schwarze Haare, sprach Deutsch mit starkem Akzent; bekleidet mit weißem T-Shirt mit schwarzem Aufdruck, kurze Jogginghose (schwarz mit grünen Streifen), trug schwarze „Eastpak“-Bauchtasche quer von der Schulter über die Brust; bewaffnet mit einem Klappmesser (schwarzer Metallgriff)Täter 2: Männlich, ca. 175 cm groß, schlank, dunkelhäutig, schwarze, kurze Haare, sprach Deutsch mit starkem Akzent; bekleidet mit dunklem T-Shirt, kurzer, dunkler HoseTäter 3: Männlich, dunkelhäutig; weitere Beschreibung nicht möglichTäter 4: Männlich; weitere Beschreibung nicht möglichZeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.