Absichtlich ohne vorderes Kennzeichen und viel zu schnell unterwegs
03.03.2020, PP Oberfranken
Absichtlich ohne vorderes Kennzeichen und viel zu schnell unterwegs
A9 / BAYREUTH. Unter Missachtung sämtlicher Geschwindigkeitsbeschränkungen war am Montagnachmittag ein Pole mit seinem Geländewagen auf der A9 Richtung Norden unterwegs. Das vordere Kennzeichen fanden die Verkehrspolizisten aus Bayreuth dann im Auto, wie auch zwei Macheten und eine Sturmhaube.
Gegen 15.30 Uhr wurde die Zivilstreife auf der Autobahn A9 im Bereich Plech auf den schwarzen BMW ohne vorderes Kennzeichen aufmerksam. Der X4 fuhr mit Geschwindigkeiten jenseits der 200 Stundenkilometer und missachtete hierbei mehrere Geschwindigkeitsbeschränkungen. Da die Zivilstreife dem BMW nicht folgen konnte, wurde ein Videofahrzeug im weiteren Verlauf der Autobahn positioniert, um den Geländewagen aus dem Verkehr zu ziehen.Kurz vor dem Parkplatz Sophienberg nahmen die Polizisten den BMW mit polnischer Zulassung auf. Bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometern wurden mehrere Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. In der Spitze fuhr der X4 mit 206 Stundenkilometern.An der Anschlussstelle Bayreuth-Nord leiteten ihn die Polizeifahrzeuge letztlich von der Autobahn und die Beamten führten eine Kontrolle durch. Das fehlende vordere Kennzeichen hatte der 25-jährige Fahrzeugführer aus Polen im Fahrzeuginneren am Boden liegen. Anhand der Beschaffenheit des vorderen Stoßfängers war ersichtlich, dass der Mann das Kennzeichen noch nie an seinem Fahrzeug angebracht hatte. Zudem fanden die Polizisten zwischen dem Fahrersitz und der Mittelkonsole zwei Macheten mit einer Klingenlänge von je 45 Zentimetern sowie eine schwarze Sturmhaube. Der Mann gab zwar an, dass er in Polen eine Gärtnerei besitzt, jedoch hatte er keine plausible Erklärung, wofür er die Gegenstände auf der Fahrt von Spanien nach Polen benötigt. Die Hieb- und Stoßwaffen stellten die Beamten sicher und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Kennzeichenmissbrauchs und einem Verstoß nach dem Waffengesetz ein. Für die Geschwindigkeitsüberschreitungen hatte der 25-Jährige vor Ort 900 Euro Sicherheitsleistung zu hinterlegen. Zudem erwartet ihn ein Fahrverbot von zwei Monaten.