Betrug am Telefon: Senioren um Erspartes gebracht

In der vergangenen Woche sind in zwei Fällen wieder ältere Menschen Opfer von "Telefonbetrügern" geworden. Am Donnerstagnachmittag, 13. Januar, erhielt ein 62-jähriger Mann auf seinem Festnetzanschluss einen Anruf von einem angeblichen Mitarbeiter seiner Bank. Dieser erfragte am Telefon Details zu Überweisungsaufträgen, die der Mann angeblich getätigt hätte. Überrascht verneinte der 62-Jährige dies, da ihm keine Aufträge in der genannten Höhe bekannt wären. Nach Aufforderung und Anleitung durch den angeblichen Bankmitarbeiter öffnete der Mann seine Onlinebanking-App. Dort sollen mehrere Überweisungsaufträge hinterlegt gewesen sein. Durch Bestätigen dieser ihm unbekannten Aufträge sollten diese Beträge zurückerstattet werden. Als der 62-Jährige die Aufträge jedoch bestätigte, bewirkte dies das Gegenteil und dem Mann entstand ein Schaden von mehreren tausend Euro. Eine andere Masche wandte ein bislang unbekannter Täter am Samstagmorgen, 15. Januar, bei einem 81-Jährigen an. Ebenfalls über den Festnetzanschluss gab sich der Mann als Microsoft-Mitarbeiter aus. Er berichtete dem 81-Jährigen von einer Hacker-Software, die im Umlauf sei. Der einzige Weg sich davor zu schützen sei, eine App namens "Team View Support" auf dem Handy zu installieren. Der Senior leistete der Anweisung Folge und installierte die App. Dadurch kam es zu mehreren Abbuchungen von zwei privaten Konten des Seniors. Es entstand ihm und seiner Ehefrau ein Schaden im fünfstelligen Bereich. Die Polizei Mönchengladbach warnt eindringlich: Bei egal welchen telefonischen Forderungen und nur dem geringsten Zweifel, legen Sie auf und rufen Sie danach die Polizei unter 110 an. (cr) Rückfragen von Journalisten bitte an: Polizei Mönchengladbach Pressestelle Telefon: 02161/29 10 222 E-Mail: pressestelle.moenchengladbach@polizei.nrw.de