Kreis Soest – Viel Überzeugungskraft
Nach einem "Schockanruf" von Betrügern benötigten Polizei und Bankmitarbeiter viel Überzeugungskraft, eine ältere Dame von dem Betrugsversuch am Mittwoch (6. April 2022) zu überzeugen. Sie wurde zuvor von angeblichen Polizisten angerufen, die ihr vorgaukelte, dass ihre Schwester bei einem Verkehrsunfall eine Radfahrerin getötet hätte. Nur mit einer Kaution im fünfstelligen Bereich könne man sie freilassen. Die Angerufene informierte ihre Tochter von dem Vorfall, die ihr erläuterte, dass es sich um einen Betrugsversuch handeln würde. Das wollte die ältere Dame jedoch nicht glauben, sodass die Tochter die Bank über den Vorfall informierte und die Konten gesperrt wurden. Auch in der Bank wollte sich die Frau weder von den Mitarbeitern noch von den hinzugezogenen Polizeibeamten von einem Versuch skrupelloser Betrüger überzeugen lassen. Erst ein durchgeführtes Telefonat mit ihrer angeblich festgenommenen Schwester überzeugte langsam die Frau.
Nur durch den Zusammenhalt von Angehörigen, Bankmitarbeitern und Polizei konnte der Schaden abgewendet werden. Im gesamten Kreisgebiet versuchen Betrüger immer wieder durch Telefonanrufe mit ihren Lügengeschichten an das Geld, den Schmuck oder sensible Daten ihrer Opfer zu gelangen.
Die Polizei rät:
- Seien Sie vorsichtig, wenn Sie jemand telefonisch um Geld
bittet. - Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald ihr
Gesprächspartner, häufig ein Verwandter, Geld von Ihnen fordert. -
Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist.
Rufen Sie ihn zurück. - Übergeben Sie niemals Geld an Ihnen
unbekannte Personen. - Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen
ein Anruf verdächtig vorkommt: Notrufnummer 110! - Wenden Sie sich
auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie Opfer geworden sind und
erstatten Sie eine Anzeige. - Kinder, Enkelkinder und insbesondere
jüngere Verwandte sollten mit älteren Angehörigen immer wieder über
die perfiden Maschen von Betrügern sprechen. - Wenn Sie mit Ihrem
Namen von im Telefonbuch verzeichnet sind, lassen Sie sich austragen.
Betrüger nutzen hieraus auch älter klingende Vornamen und ihre Opfer
zu suchen. - Bei Fragen helfen Ihnen die im Opferschutz besonders
geschulten Beamtinnen und Beamte Ihrer örtlichen Polizei gerne.Rückfragenvermerk für Medienvertreter:
Kreispolizeibehörde Soest
Pressestelle Polizei Soest
Telefon: 02921 - 9100 5300
E-Mail: pressestelle.soest@polizei.nrw.de