Grenzkontrollen: Deutsch-niederländische Polizeistreifen seit 15 Jahren in der Grenzregion im Einsatz

3 weitere Medieninhalte Am 1. Juni 2008 konnte die Idee von fest installierten, gemeinsamen länderübergreifenden Polizeistreifen im deutsch-niederländischen Raum zur Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität verwirklicht werden. Rückblickend, genau 15 Jahre später, hat sich das Grenzüberschreitende Polizeiteam (GPT) zu einem unverzichtbaren Bestandteil der gemeinsamen polizeilichen Arbeit im Dreiländereck Niedersachsen, Niederlande und Nordrhein-Westfalen entwickelt - und zieht Bilanz. Bei ihrer Arbeit spielen Kriminanitätsfelder wie Schleusungskriminalität, Menschenhandel, Dokumentenkriminalität, Drogenhandel, Geldwäsche und Kfz-Kriminalität, aber auch zunehmend Geldautomatensprengungen, eine Rolle. Mehr als 25.000 Mal wurde das GPT seit Bestehen aktiv. Es gelang dem Team, über 11.000 Straftaten und Ordnungswidrigkeiten aufzudecken und zu verfolgen sowie knapp 7.600 Unterstützungs- und sonstige Einsätze zu bewältigen. Insgesamt 250 vorläufige Festnahmen und Haftbefehle konnten vollstreckt werden. Rund 800 kg Betäubungsmittel mit einem Marktwert von über 12 Millionen Euro konnte das Team im Laufe der Jahre sicherstellen. Auch bei rund 150 Dokumentenfälschungen, u.a. falsche Führerscheine und Identitätskarten, hatten die Polizisten des GPT den richtigen Riecher. Das GPT Bad Bentheim ist ein Zusammenschluss zwischen der Koninklijken Marechaussee (NL), der Politie Eenheid Oost-Nederland (NL), der Bundespolizeidirektion Hannover, der Polizeidirektion Osnabrück (Niedersachsen) und der Kreispolizeibehörde Borken (Nordrhein-Westfalen). Seitjeher agieren die 20 deutschen und niederländischen Polizisten vom Grenzübergang an der A 30 von Bad Bentheim aus. Das Team gilt als einer der Leuchtturmprojekte gelebter europäischer Zusammenarbeit zum Schutz der Inneren Sicherheit und wurde 2016 international als "flagshipproject" ausgezeichnet (EUREGIO-Preis). Für die Menschen in der Grenzregion sind die gemischten Streifenteams mittlerweile etwas völlig Normales. Gelebte Sicherheit ohne Barrieren an der innereuropäischen Grenze zwischen den Niederlanden und Deutschland zeichnet diese Einheit aus. An der deutsch-niederländischen Grenze zwischen Bad Nieuweschans und Bunde ist eine vergleichbare Einheit stationiert, um grenzüberschreitende Kriminalität zu bekämpfen. Der große Vorteil binationaler Einheiten ist, dass Straftaten effektiver verfolgt und bekämpft werden können, weil die Handhabe der Beamten nicht - wie sonst üblich - an der Landesgrenze endet. Lediglich die Verantwortung und damit die Zuständigkeit der gemischten Streifenteams wechselt mit dem Grenzübertritt. Rückfragen bitte an: Polizeidirektion Osnabrück Marco Ellermann Telefon: 0541 - 327 1024 E-Mail: pressestelle@pd-os.polizei.niedersachsen.de