Widerstand gegen Polizeibeamte in Wismar
Am Donnerstagnachmittag kam es in Wismar zu einer Widerstandshandlung
zweier Männer gegen Polizeibeamte.
Gegen 16:15 Uhr befuhr am 08.08.2024 eine Funkwagenbesatzung des
Wismarer Polizeihauptrevieres die Lübsche Straße in Wismar aus
Richtung des Kreisverkehrs Dahlmannstr. in Richtung Wismar-Wendorf.
Auf Höhe eines Supermarktes betrat
plötzlich eine männliche Person die Fahrbahn und setzte sich im
Schneidersitz auf die Fahrbahn. Die Funkwagenbesatzung hielt
daraufhin an wobei sich die männliche Person in der Folge mit dem
kompletten Körper auf die Fahrbahn gelegt hatte.
Durch die Polizeibeamten wurde die männliche Person aufgefordert die
Straße umgehend zu verlassen. Dieser Aufforderung kam der Mann nur
zögerlich nach. Auf Nachfrage der Beamten gab der Mann keine
Identität an und wurde in der Folge durchsucht. Plötzlich kam von der
gegenüberliegenden Straßenseite eine weitere männliche Person hinzu
und schrie die Beamten an, die Person in Ruhe zu lassen.
Als die Beamten mit der Durchsuchung anfingen, kam die zweite
männliche Person erneut zur Kontrollsituation und dieses Mal mit
geballten Fäusten auf die Polizisten zu und griff diese an. Bei der
Unterbindung des Angriffs wurde ein Polizeibeamter mit einem
Faustschlag im Gesicht getroffen. In der Folge kam es zu einer
weiteren körperlichen Auseinandersetzung mit der auf der Straße
angetroffenen männlichen Person. Zu diesem Zeitpunkt trafen zwei
weitere Funkwagen an dem Einsatzort ein und konnten die beiden
erheblich Widerstand leistenden Männer fesseln.
Bei der Feststellung der Identitäten der beiden Männer stellte sich
heraus, dass es sich um zwei Deutsche im Alter von 49 und 37 Jahren
handelt.
Beide sind bereits in der Vergangenheit mehrfach u.a. wegen Verstößen
gegen das Betäubungsmittelgesetz und Körperverletzungsdelikten
strafrechtlich in Erscheinung getreten.
Neben dem Widerstand und tätlichen Angriff, beleidigten und bedrohten
die beiden Tatverdächtigen die eingesetzten Polizeibeamten.
Zudem waren die beiden Tatverdächtigen bereits wenige Stunden zuvor
in Wismar bei einer weiteren Straftat beteiligt. Hier war eine
61-jährige Person nach Geld befragt worden. Als dieser kein Geld gab,
schlugen ihn die beiden 49- und 37- sowie noch ein dritter
51-jähriger deutscher Tatverdächtiger gemeinschaftlich.
Bei den beiden 49- und 37-jährigen Tatverdächtigen wurde anschließend
eine Blutprobenentnahme durchgeführt und diese nachfolgend in den
Polizeigewahrsam genommen. In Rücksprache mit der
Bereitschaftsrichterin erfolgte um 18:00 Uhr die Entlassung der
beiden Männer aus den polizeilichen Maßnahmen.
Von den eingesetzten Polizeibeamten wurde ein Beamter leicht
verletzt, war aber im Anschluss weiterhin dienstfähig.
André Falke
Erster Polizeihauptkommissar
Polizeiführer vom Dienst
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