Kreis Coesfeld/ Achtung, Wildwechsel!
Derzeit kommt es im Kreis Coesfeld nahezu täglich zu Zusammenstößen mit Wild. Der Berufsverkehr fällt aufgrund der Zeitumstellung wieder in die Dämmerung und somit in die jahreszeitlich stärksten Aktivitäten der Rehe. Sie suchen nach Nahrung und fechten Revierkämpfe aus. Die Polizei weist darauf hin, dass der Wildwechsel in den kommenden Wochen weiter zunehmen wird. Über das gesamte Jahr 2024 gab es 1478 Wildunfälle im Kreis Coesfeld, bis Mitte März dieses Jahres waren es bereits 269. Die Zahlen bewegen sich seit Jahren auf diesem Niveau, wie Polizeidirektor Thomas Eder sagt.
Der ranghöchste Polizist im Kreis Coesfeld setzt sich für die Senkung der Wildunfallzahlen seit vielen Jahren ein. Nicht nur durch Geschwindigkeitskontrollen, sondern auch durch Aufklärung. "Hier geht es nicht darum, die Verkehrsteilnehmer mit Kontrollen zu ärgern, oder sie zu belehren, sondern wir wollen verdeutlichen, dass es im schlimmsten Fall um die eigene Gesundheit gehen kann, sobald es zu einem Wildunfall kommt." Daher gebe es auch in diesem Jahr wieder Geschwindigkeitskontrollen und Aufklärung.
Die Polizei rät:
- Insbesondere morgens und abends sehr aufmerksam und mit
angepasster Geschwindigkeit zu fahren. - Halten Sie dabei den
Fahrbahnrand ganz besonders im Auge. Die Schilder "Wildwechsel"
müssen unbedingt ernst genommen werden. - Auch die blauen Reflektoren
an den Leitpfosten sind ein guter Hinweis auf besonders betroffene
Strecken. - Wenn Wild bereits auf der Straße steht, gibt die Polizei
folgende Tipps: - Lenkrad festhalten, abbremsen und gegebenenfalls
abblenden und die Hupe betätigen. - Fahrtrichtung behalten, auf
keinen Fall ausweichen. Ein Unfall mit Gegenverkehr oder der Aufprall
auf einen Baum haben weitaus schlimmere Folgen als eine Kollision mit
einem Reh. - Steigen Sie nicht aus dem Fahrzeug aus, um Rehe von der
Straße zu locken.Wenn es zu einem Unfall gekommen ist:
- Unfallstelle und sich selbst sichern (Warndreieck,
Warnblinkanlage, Warnweste), Unfallstelle räumen, wenn gefahrlos
möglich auch das tote Tier von der Fahrbahn entfernen. - Polizei über
den Notruf informieren (dazu besteht eine gesetzliche Verpflichtung).
Wenn das Tier noch weggelaufen ist, auf keinen Fall einfach
weiterfahren. - Den Kollisionspunkt genau merken. Das Tier hat
garantiert Verletzungen, unter denen es in den meisten Fällen
qualvoll verendet. - - Ein durch die Polizei hinzugerufener Jäger
wird sich auf die Suche nach dem Tier machen.Link zur Wildunfall-Karte von Kreis Coesfeld und Polizei: https://coesfeld.polizei.nrw/artikel/wildunfaelle-im-kreis-coesfeld
Rückfragen bitte an:
Polizei Coesfeld
Pressestelle
Telefon: 02541-14-290 bis -292
Fax: 02541-14-195