Falsche Bankmitarbeiter erbeuten EC-Karten von Ehepaar aus Vellmar: Polizei sucht Zeugen und gibt Tipps
Vellmar (Landkreis Kassel):
Indem sie sich bei einem Rentnerehepaar aus Vellmar als Bankmitarbeiter ausgaben, haben Betrüger am Samstagvormittag zwei EC-Karten erbeutet. Da die Senioren den Schwindel aber noch rechtzeitig erkannten und die Karten sperren ließen, konnten die Täter damit glücklicherweise keinen Schaden anrichten. Die Polizei sucht nun nach Zeugen und gibt Tipps, wie man sich vor der miesen Masche der Falschen Bankmitarbeiter schützen kann.
Gegen 10 Uhr hatte das Festnetztelefon der Senioren in Obervellmar geklingelt. Der männliche Anrufer gab sich für die Angerufenen glaubhaft als Mitarbeiter ihrer Bank aus. Durch seine geschickte Gesprächsführung gelang es ihm nicht nur, den Rentnern weiß zu machen, dass von ihrem Bankkonto verdächtige Zahlungen getätigt wurden, sondern ihnen auch die PIN-Nummern für die EC-Karten zu entlocken. Weiterhin behauptete der Betrüger am Telefon, dass die Bankkarten wegen der angeblichen verdächtigen Vorgänge nun dringend durch einen seiner Kollegen überprüft werden müssten. So erschien kurz darauf, in der Zeit zwischen 10:05 und 10:35 Uhr, ein Mann an der Haustür der Senioren in einem Wohngebiet westlich der Harleshäuser Straße. Da dieser sich sogar mit einer Visitenkarte auswies, waren die Rentner fest in dem Glauben, es mit einem echten Mitarbeiter der Hausbank zu tun zu haben und übergaben ihm ihre EC-Karten. Nachdem der Mann damit aber in unbekannte Richtung verschwunden war und sein angeblicher Kollege daraufhin das Telefonat abrupt beendete, schöpften die Senioren Verdacht, ließen umgehend ihre Karten sperren und alarmierten die Polizei. So flog der Betrug auf, bevor die Täter die Karten nutzen konnten.
Der Täter, der die Bankkarten abholte, wurde als 30 bis 40 Jahre alt, 1,70 Meter groß und schlank beschrieben. Er soll hochdeutsch gesprochen haben und mit einer schwarzen Jacke, einer schwarzen Baskenmütze, einem grünen Schal und dunklen Schuhen bekleidet gewesen sein. Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Tatortes beobachtet haben und den Ermittlern der EG SÄM Hinweise auf den beschriebenen Täter geben können, melden sich bitte unter Tel. 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen.
Die Betrüger agieren mit äußerst raffinierten Methoden, die sie geschickt einsetzen. Doch mit den folgenden Empfehlungen können Sie sich effektiv schützen:
- Überprüfen Sie die Identität: Seien Sie misstrauisch bei
vermeintlichen Anrufen Ihrer Bank. Wählen Sie stattdessen
selbstständig die offizielle Telefonnummer des Kundenservices,
um sicherzustellen, dass Sie tatsächlich mit Ihrer Bank
sprechen. - Keine sensiblen Daten weitergeben: Ihre Bank wird niemals nach
vertraulichen Informationen wie Passwörtern, PINs oder TANs
fragen - geben Sie solche Daten unter keinen Umständen weiter. - Vorsicht bei Druck am Telefon: Betrüger setzen häufig auf Druck,
um ihre Opfer zu verängstigen und zu schnellen Entscheidungen zu
drängen. Bleiben Sie ruhig und lassen Sie sich nicht zu
unüberlegten Handlungen verleiten. - Informiert bleiben: Machen Sie sich mit aktuellen Betrugsmaschen
vertraut und tauschen Sie sich mit Familie und Freunden darüber
aus. Je mehr Sie wissen, desto sicherer können Sie sich vor
Betrügereien schützen.Rückfragen bitte an:
Daniel Kalus-Nitzbon
Pressesprecher
Tel. 0561-910 1021
Polizeipräsidium Nordhessen
Grüner Weg 33
34117 Kassel
Pressestelle
Telefon: +49 561 910 1020 bis 23
Fax: +49 611 32766 1010
E-Mail: poea.ppnh@polizei.hessen.de
Außerhalb der Regelarbeitszeit
Polizeiführer vom Dienst (PvD)
Telefon: +49 561-910-0
E-Mail: ppnh@polizei.hessen.de