Bundespolizeidirektion München: Spaziergängerin gibt gefundenes pyrotechnisches Selbstlaborat bei Bundespolizei Bärnau ab

Bärnau - Am Dienstagnachmittag (6. Januar) fand eine Fußgängerin am Ortsrand von Bärnau ein mutmaßliches pyrotechnisches Selbstlaborat und übergab es der Bundespolizei. Spezialkräfte stuften den Gegenstand als handhabungsunsicher ein und vernichteten ihn noch am selben Tag. Am Dienstagnachmittag meldete sich eine 33-jährige deutsche Staatsangehörige bei der Bundespolizei Bärnau und übergab einen verdächtigen Gegenstand, den sie zuvor bei einem Spaziergang am Ortsrand von Bärnau aufgefunden hatte. Die Beamten staunten nicht schlecht, als sie das Päckchen mit der herausragenden Zündschnur vor sich liegen sahen. Sie stuften den Fund als nicht klassifizierbare Pyrotechnik ein, lagerten den explosiven Eigenbau an einem sicheren Ort außerhalb der Dienststelle und riefen professionelle Unterstützung herbei. Nur wenige Stunden später trafen Sprengstoffspezialisten des Entschärfungsdienstes der Bundespolizei in München in Bärnau ein. Nach fachlicher Begutachtung stuften sie Sprengvorrichtung als handhabungsunsicher ein. Sie vernichteten den Gegenstand daraufhin durch eine kontrollierte Sprengung auf einer freien Fläche in Bärnau. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen zur Herkunft des Selbstlaborats aufgenommen. Warnhinweis der Bundespolizei Im Vergleich zu handelsüblichen Böllern und Raketen enthalten Pyrotechnik der Kategorien F3 und F4 deutlich gefährlichere und hochempfindliche Blitzknallsätze. Der Umgang mit dieser Pyrotechnik ist ausschließlich besonders geschultem und berechtigtem Personal erlaubt. Selbst hergestellte pyrotechnische Gegenstände sind besonders gefährlich, da hierbei keine genormten Sicherheitsstandards eingehalten werden. Die Explosionsintensität und der Zündzeitpunkt sind nicht vorhersehbar - solche Selbstlaborate können jederzeit detonieren und schwere Verletzungen verursachen. Die Bundespolizei warnt eindringlich: Lassen Sie aufgefundene pyrotechnische Gegenstände und Selbstlaborate oder verdächtige Gegenstände unbedingt am Fundort liegen und verständigen Sie umgehend die Polizei. Rückfragen bitte an: Tobias Pfeiffer ____________________________________________ Bundespolizeiinspektion Waidhaus | Pressestelle Vohenstraußer Straße 14 | 92726 Waidhaus Telefon: 09652 8206-106 | Fax: 09652 8206-49 E-Mail: tobias.pfeiffer@polizei.bund.de E-Mail: bpoli.wai.oeffentlichkeitsarbeit@polizei.bund.de Der Zuständigkeitsbereich der Inspektion umfasst die Landkreise Neustadt an der Waldnaab, Tirschenreuth sowie die kreisfreie Stadt Weiden und wird charakterisiert durch zahlreiche Hauptverkehrsadern. Zu den Kernaufgaben der Inspektion gehören die Binnengrenzfahndung und die Gewährleistung der Sicherheit von Bahnreisenden. Auf der Grundlage des Schengener Grenzkodex bekämpfen die Waidhauser Bundespolizisten grenzüberschreitende Kriminalität in enger Zusammenarbeit mit der bayerischen und tschechischen Polizei sowie dem Zoll. Im bahnpolizeilichen Aufgabenspektrum setzt die BPOLI Waidhaus einen Schwerpunkt bei der Kriminalprävention und der Gefahrenvorsorge.