Autobahnpolizei Ahlhorn: Lkw-Fahrer erleidet medizinischen Notfall +++ Beinaheunfall auf der Autobahn 1
Aufgrund einer auffälligen Fahrweise auf der Autobahn 29 in Fahrtrichtung Oldenburg entschlossen sich Beamte der Autobahnpolizei Ahlhorn am Mittwoch, 14. Januar 2026, gegen 18:45 Uhr, einen Sattelzug zu kontrollieren.
Die kontrollierenden Beamten stellten fest, wie der 42-jährige Lkw-Fahrer die Fahrspur auf dem Hauptfahrstreifen der Autobahn 29 in Richtung Oldenburg nicht halten konnte, Schlangenlinien fuhr und immer wieder auf den Seitenstreifen geriet.
Die Beamten sahen vor den Lkw-Fahrer auf einem Parkplatz an der Bundesstraße 213 zu kontrollieren.
Beim Öffnen der Fahrerkabine stellten die Autobahnpolizisten unverzüglich fest, dass der 42-Jährige aus Höltinghausen einen medizinischen Notfall erlitt und hierdurch unter anderem nicht mehr sprechen konnte.
Sie alarmierten umgehend einen Rettungswagen und leisteten Erste-Hilfe. Der Lkw-Fahrer wurde sodann durch die Fachkräfte medizinisch versorgt und in ein umliegendes Krankenhaus verbracht.
In diesem Zusammenhang kam es kurz vor der Verkehrskontrolle auf der Autobahn 1 auch zu einem Beinaheunfall mit einem Pkw-Anhänger-Gespann.
Der Sattelzug-Fahrer überholte einen Pkw mit Anhänger und kam beim Überholen auf der Autobahn 1 nach rechts ab, sodass der 54-jährige Pkw-Fahrer auf den Seitenstreifen ausweichen musste, um eine Kollision mit dem 40 Tonnen schweren Lkw zu verhindern. Der Pkw-Fahrer aus Dinslaken blieb unverletzt und kam mit einem Schrecken davon.
Nach derzeitigem Stand ist nicht auszuschließen, dass Alkohol oder Betäubungsmittel, neben dem medizinischen Notfall, zu dem Geschehen beigetragen haben.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg wurde der Führerschein des Mannes beschlagnahmt.
Gegen ihn wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Ob die Verkehrskontrolle und das Stoppen des Lkw Schlimmeres verhindert haben, ist ungewiss. Zumindest konnte hierdurch dem 42-Jährigen sofort die medizinische Hilfe zuteilwerden, die er augenscheinlich selbst nicht mehr alarmieren konnte.
Rückfragen bitte an:
Ronja Weser
Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch
Pressestelle
Telefon: 04221-1559104
E-Mail: pressestelle@pi-del.polizei.niedersachsen.de
Social Media: