BPOL NRW: Bundespolizei zieht positives Fazit nach Abreiseüberwachung von Fußballfans im Bochumer Hauptbahnhof
Am 17. Januar führte die Bundespolizeiinspektion Dortmund Einsatzmaßnahmen im Rahmen der Abreiseüberwachung von Anhängern des FC Schalke 04 anlässlich der Spielbegegnung gegen Hertha BSC Berlin durch.
Ziel der Maßnahmen war es, eine sichere Abreise sowie eine störungsfreie Ankunft am Berliner Hauptbahnhof zu gewährleisten und mögliche gewalttätige Auseinandersetzungen frühzeitig zu erschweren oder zu verhindern.
In der laufenden Saison war es bei Auswärtsfahrten der Risikofanszene des FC Schalke 04 wiederholt zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen, unter anderem am 20. September 2025 in Dortmund-Scharnhorst sowie am 8. November 2025 im Hauptbahnhof Köln. Bei den damaligen polizeilichen Maßnahmen gelang es Beteiligten aufgrund der hohen Anzahl an Fans und durch sofortige Flucht, sich zunächst der Strafverfolgung zu entziehen.
Aufgrund umfangreicher Ermittlungen im Vorfeld der heutigen Spielbegegnung wurde zunächst eine gemeinsame Abreise vom Hauptbahnhof Essen in Richtung Berlin angenommen. Diese Annahme bestätigte sich insoweit, als eine gemeinsame Anreise der Fans festgestellt wurde, jedoch entgegen der ersten Prognose vom Hauptbahnhof Bochum aus.
Die eingesetzten Kräfte der Bundespolizei verlegten daraufhin unter Inanspruchnahme von Sonder- und Wegerechten vom Hauptbahnhof Essen zum Hauptbahnhof Bochum und trafen dort noch vor Eintreffen der Fanszene ein. In der Folge führten die Beamten gezielte Kontrollen durch, insbesondere zur Überprüfung des Mitführens potenzieller passiver Bewaffnung wie Schutz- oder Nahkampfausrüstung.
Im Umfeld des Bahnhofs stellten die Einsatzkräfte anschließend eine größere Menge Gegenstände fest, darunter Zahnschutz, Sturmhauben, Kopfschutz, Handbandagen und auch ein Scheckkartenmesser. Diese wurden noch vor dem Betreten des Bahnhofs aus der Menschenmenge heraus auf den Boden fallen gelassen. Aufgrund der hohen Personenzahl war eine eindeutige Zuordnung zu einzelnen Personen nicht möglich, sodass entsprechende Feststellungen im Rahmen der anschließenden Kontrollen nicht getroffen werden konnten. Die Beamten stellten die Gegenstände sicher.
Im Rahmen der Kontrollmaßnahmen konnten jedoch sieben Personen anhand der Videoaufzeichnungen der zurückliegenden Vorfälle, eindeutig zugeordnet und kontrolliert werden. Damit wurden diese Personen einer qualifizierten Strafverfolgung zugeführt.
Diese Personen erhielten einen Platzverweis für den Hauptbahnhof und fuhren somit nicht im Zug mit nach Berlin.
Die Bundespolizei zieht aufgrund der intensiven Ermittlungsarbeit im Vorfeld sowie der konsequent umgesetzten Einsatzmaßnahmen ein positives Fazit.
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