Drogenfund, Raser und illegale Umbauten: Sachgebiet „Tuner Raser und Poser“ mehrfach im Einsatz
(lei) Das Sachgebiet Tuner Raser und Poser (kurz SG "TRuP") führte am Freitag- und Samstagabend mehrere Kontrollen sowie Ermittlungsmaßnahmen im Raum Hanau und Birstein durch.
Am Freitagabend kontrollierten die Verkehrsspezialisten gegen 22.45 Uhr auf der Bundesstraße 45 in Hanau einen mit zwei Männern besetzten Mercedes. Bereits beim Herantreten an das Fahrzeug nahmen die Beamten deutlichen Marihuana-Geruch wahr.
Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs und der Insassen fanden die Einsatzkräfte bei dem 21-jährigen Beifahrer geringe Mengen Haschisch, Marihuana und Kokain, außerdem Bargeld in kleiner Stückelung sowie eine Feinwaage. Aufgrund des Verdachts des Betäubungsmittelhandels eine Durchsuchung der Wohnräume des Mannes angeordnet. Dabei wurden eine erlaubnisfreie Schreckschusswaffe sowie ein verbotener Silvesterböller polnischer Herkunft aufgefunden. Weitere Betäubungsmittel fanden die Beamten nicht. Gegen den Mann wurden mehrere Strafanzeigen, unter anderem wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und das Sprengstoffgesetz, gefertigt. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt.
In der Nacht zum Samstag stellten die TRuP-Kräfte dann gegen 2 Uhr auf der Bundesstraße 45 im Bereich des Klein-Auheimer Dreiecks noch einen erheblichen Geschwindigkeitsverstoß fest. Ein Cupra Formentor wurde mit 155 km/h bei erlaubten 100 km/h gemessen. Den 20-jährigen Fahrer erwarten nun ein Bußgeld von 960 Euro, ein Monat Fahrverbot sowie zwei Punkte im Fahreignungsregister.
Am Samstag gingen die Beamten zunächst einem Ermittlungsersuchen einer bayerischen Polizeidienststelle wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges und der gewerbsmäßigen Urkundenfälschung nach, wobei sich das Ermittlungsverfahren gegen einen bekannten Hersteller von Tuningteilen richtet. In diesem Zusammenhang suchten die Beamten einen geschädigten Fahrzeughalter in Birstein auf, der wohl unwissentlich manipulierte Fahrzeugteile erworben und verbaut hatte. Die betroffenen Teile wurden sichergestellt.
Am Samstagabend fiel den Beamten in Hanau-Wilhelmsbad gegen 22 Uhr ein Hyundai i30N mit unzulässiger blauleuchtender Unterbodenbeleuchtung auf. Der Fahrer (ebenfalls 20) und sein Auto wurden kontrolliert, die Beleuchtung vor Ort deaktiviert. Fahrer und Halter erwarten jeweils ein Bußgeld von 70 Euro wegen Erlöschens der Betriebserlaubnis.
Direkt neben dem PKW stand ein Motorrad der Marke Yamaha MT-07 eines 19-Jährigen. An dem Bike fehlte der vorgeschriebene dB-Killer, zudem war der Hinterreifen unter das gesetzliche Mindestmaß abgefahren. Aufgrund der deutlich überschrittenen Lautstärkewerte war auch hier die Betriebserlaubnis erloschen. Das Motorrad wurde sichergestellt und wird nun einem Gutachter vorgeführt. Da der dB-Killer in der Jackentasche des Fahrers aufgefunden wurde, wird von vorsätzlichem Handeln ausgegangen. Den jungen Mann erwarten ein Bußgeld von mindestens 180 Euro sowie ein Punkt im Fahreignungsregister.
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