Besuch der Opferbeauftragten des Landes Nordrhein-Westfalen

Die Vernehmungen aller Betroffenen im Zusammenhang mit dem Einbruchdiebstahl in der Sparkasse in Gelsenkirchen-Buer haben begonnen. Über 3000 Geschädigte werden die Chance erhalten, Angaben zu ihren entwendeten Wertsachen aus den aufgebrochenen Schließfächern zu machen (https://gelsenkirchen.polizei.nrw/presse/einbrecher-bohren-loch-in-tresorraum). Neben der routinemäßigen Vernehmung, steht vor allem das Angebot einer Betreuung im Sinne des Opferschutzes im Fokus. Daher besuchte am Dienstag, 20. Januar 2026, die Opferbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, Barbara Havliza, das Polizeipräsidium Gelsenkirchen. Barbara Havliza unterstützt in ihrer Funktion die Opfer von Straftaten und informiert sie über ihre Rechte und Hilfemöglichkeiten. Um sich einen Überblick über die Lage in Gelsenkirchen zu verschaffen, besuchte sie nun das Polizeipräsidium Gelsenkirchen und ließ sich vor Ort aus erster Hand über den Einsatz der BAO "Bohrer" informieren. Der Polizeiführer des Einsatzes, Kriminaldirektor André Dobersch, begleitete den Besuch von Frau Havliza und sah schnell, dass der Betreuung aller betroffenen Kundinnen und Kunden eine besondere Bedeutung zukommt. "Meine Kolleginnen und Kollegen ermitteln rund um die Uhr und suchen die Täter, das betone ich immer wieder. Aber wir müssen uns parallel auch um die Menschen kümmern, die durch diese Tat wohlmöglich alles verloren haben. Daher habe ich einen eigenen Einsatzabschnitt eingerichtet, der sich nur diesem Schwerpunkt widmet." Unter der Führung der neuen Leiterin der Polizeiinspektion von Gelsenkirchen, Polizeioberrätin Carina Fischer, widmen sich zahlreiche Kolleginnen und Kollegen der Betreuung aller Geschädigten. "Hinter jedem Schließfach steckt eine eigene Geschichte. Wir werden vor Ort sein und alles tun, damit den Menschen möglichst geholfen wird. Sprechen Sie uns immer gerne an", fasst die Oberrätin zusammen. "Der perfide Einbruch in den Tresorraum der Sparkasse erschüttert ganz erheblich das Vertrauen, das Menschen in die Sicherheit von Bankinstituten stecken. Wenn man dann auch noch Hab und Gut verliert, kann das zu seelischen Erschütterungen führen. Insbesondere bei denen, die für sie wertvolle Erinnerungsstücke oder Dokumente aufbewahrt haben. Seelisches Leid zu lindern ist in diesem Fall auch unser Anliegen. Wir können den Betroffenen nur anbieten, sich bei uns zu melden, damit wir mit ihnen gemeinsam ein passendes Hilfsangebot finden und sie dorthin vermitteln können." resümiert Havliza ihren Besuch und wirbt dafür, entsprechende Hilfsangebote auch zu nutzen. Polizeipräsident Tim Frommeyer bestärkt den Besuch von Frau Havliza und die Bedeutung des Opferschutzes. "Die Polizei Gelsenkirchen tut ihr Möglichstes, um die Interessen derer, die durch den Einbruch finanziell und insbesondere auch psychisch zu Schaden gekommen sind, zu schützen und ihnen die Hilfe zukommen zu lassen, die sie benötigen", so Frommeyer. Nachfragen für Journalistinnen und Journalisten: Polizei Gelsenkirchen Pressestelle Telefon: +49 (0) 209 365-2010 E-Mail: pressestelle.gelsenkirchen@polizei.nrw.de