Falsche Polizeibeamte – Monschauer übergibt Geld an Unbekannten

Am Dienstagabend (20.01.2026) ist ein 77-jähriger Mann in Monschau Opfer eines Telefonbetrugs geworden. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen erhielt er am Nachmittag einen Anruf von einer männlichen Person. Der Mann stellte sich als Polizeibeamter vor und schilderte dem Senior, dass seine Tochter in einen Verkehrsunfall verwickelt worden sei. Nun müsse der Mann aus Monschau eine Kaution zahlen, um die Tochter vor der Haft zu bewahren. Der Senior übergab wenige Stunden später schließlich einen fünfstelligen Eurobetrag an den unbekannten Mann, der vor seiner Haustür stand. Dieser hatte sich ebenfalls als Polizeibeamter ausgegeben. Der Mann an der Haustür kann wie folgt beschrieben werden: 1,85 m groß, schlanke Statur, dunkle kurze Haare. Er trug dunkle Kleidung. Die genaue Uhrzeit, wann der Mann das Geld abholte, kann derzeit nicht näher eingegrenzt werden. Zeugen, die am Dienstagnachmittag oder frühen Abend eine verdächtige Person im Bereich Monschau-Mützenich gesehen haben, sollen sich bei der Kriminalpolizei melden: während der Bürozeiten unter 0241-9577 31301 und außerhalb der Bürozeiten unter 0241- 9577 34210. Die Polizei Aachen informiert: Es ist die immer gleiche Telefon-Masche. Ein Mann oder eine Frau (oft eine angebliche Polizistin oder ein vermeintlicher Polizist) spricht hochemotional von einem tödlichen Unfall, den eine na-he Familienangehörige - in diesem Fall die Tochter des Mannes - verursacht haben soll. Nur durch viel Geld könne die Tochter einer Haftstrafe entgehen. Die Opfer dieser Betrugsmaschen werden am Telefon psychisch unter Druck gesetzt. Die Polizei Aachen warnt eindringlich vor dieser Betrugsmethode. Die Betrüger schüren Angst und lösen bei den Menschen Panik aus. Dazu ist ihnen jedes Mittel und jede Ausschmückung der angeblichen Tat recht. Auch wenn es in dieser Situation schwerfällt: Bleiben Sie ruhig. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Beenden Sie das Gespräch. Meist klärt ein kurzer Telefonanruf beim vermeintlichen Verursacher oder der vermeintlichen Verursacherin des angeblich tödlichen Unfalls sehr schnell, dass an der Geschichte nichts dran ist. Informieren Sie anschließend die Polizei unter der Notrufnummer 110. Genauso wichtig: Sprechen Sie über diese Betrugsmasche mit Ihrer Familie und im Freundes- und Bekanntenkreis. Warnen Sie jüngere wie auch ältere Verwandte, Freunde und Bekannte. Denn nur wer informiert ist, kann den Betrugsversuchen trotzen. (kg) Rückfragen bitte an: Polizei Aachen Pressestelle Telefon: 0241 / 9577 - 21211 E-Mail: Pressestelle.Aachen@polizei.nrw.de