Falsche Polizeibeamte erbeuteten Gold und Schmuck ++ Radbruch/A 39 – Nach Zusammenstoß geflüchtet
Falsche Polizeibeamte erbeuteten Gold und Schmuck
Immer wieder kommt es zu Betrugsversuchen durch falsche Polizeibeamte. Häufig erkennen die Angerufenen die Masche und brechen das Gespräch ab. So gingen bei der Polizei in Tostedt am Montagabend rund 30 Anrufe von Menschen ein, die einen Betrugsversuch melden wollten.
Gestern (20.01.2026) waren die Täter erfolgreich: In Fleestedt klingelte am späten Nachmittag das Telefon eines Seniors. Auf dem Display wurde die Nummer 110 angezeigt. Im Telefonat schilderte der angebliche Polizeibeamte, dass es in der Nähe der Wohnanschrift zu einem Überfall gekommen sei, und man nun befürchte, dass es auch bei dem Angerufenen zu einer Tat kommen könne. Man vereinbarte ein Codewort, mit dem sich die "Beamten" in Zivil gleich gegenüber dem Angerufen zu erkennen geben wollten, um in der Wohnung des Mannes nach dem Rechten zu sehen.
Kurz nach dem Telefonat stand dann ein circa 20-jähriger Mann vor der Tür und nannte das Codewort. Ein circa 45-jähriger "Kollege" kam wenig später hinzu. Die beiden falschen Polizeibeamten verwickelten den Mann über eine Stunde lang in ein Gespräch und überprüften nebenbei auch, ob in der Wohnung alles in Ordnung ist. Nachdem sie die Wohnung verlassen hatten, dämmerte dem Senior, dass es sich um Betrüger gehandelt haben könnte. Bei der Nachschau stellte er fest, dass sie Goldmünzen und Schmuck im Wert von mehreren zehntausend Euro mitgenommen hatten. Weil die Täter vermutlich auch das Telefon des Mannes manipuliert hatten, konnte er die richtige Polizei erst mit einigem zeitlichen Verzug informieren.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass es keine telefonischen Kontaktaufnahmen gibt, um vor bestehenden Straftaten zu warnen oder Wertgegenstände in Sicherheit zu bringen. Insbesondere wird bei Anrufen durch die Polizei nicht die Nummer 110 im Display angezeigt. Im Zweifelsfall sollte das Gespräch beendet und die örtliche Polizei unter der bekannten Rufnummer oder über den Notruf kontaktiert werden.
Radbruch/A 39 - Nach Zusammenstoß geflüchtet
Auf der A 39, in Fahrtrichtung, Hamburg, kam es gestern, 20.1.2026, zu einer Verkehrsunfallflucht. Gegen kurz vor 20 Uhr stieß der 33-jährige Fahrer eines BMW beim Überholen des Ford Fiesta eines 27-Jährigen seitlich mit diesem zusammen. In der Folge schleuderte der Fiesta über die Fahrbahn und kollidierte mit beiden seitlichen Schutzplanken. Hierbei wurden der 27-Jährige sowie zwei 32 und 36 Jahre alte Männer, die mit dem Fahrzeug saßen, leicht verletzt. Sie kamen mit Rettungswagen ins Krankenhaus.
Der Fahrer des BMW setzte seine Fahrt fort. Zeugen fuhren ihm hinterher und meldeten die Fahrtroute der Polizei, so dass Beamte den Wagen schließlich im Bereich Vögelsen stoppen konnten. Am Fahrzeug stellten sie frische Unfallschäden fest. Der 33-Jährige machte gegenüber den Beamten keine Angaben zu dem Unfall. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Außerdem beschlagnahmten die Beamten seinen Führerschein.
Auf der A 39 kam es aufgrund des verunfallten Ford Fiesta unittelbar danach zu einem Folgeunfall. Eine 27-jährige Frau reduzierte mit ihrem Peugeot die Geschwindigkeit, um nicht mit dem verunfallten Ford Fiesta zu kollidieren. Ein 78-jähriger Mann, der mit seinem VW hinter ihr unterwegs war, schätze die Situation falsch ein, wechselte noch auf den linken Fahrstreifen, kollidierte aber mit dem Peugeot. Beide Beteiligten wurden dabei leicht verletzt. Auch sie kamen ins Krankenhaus.
Die A 39 musste an der Anschlussstelle Handorf für die Rettungsmaßnahmen und die Aufräumarbeiten voll gesperrt werden. Gegen den 33-jährigen Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
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