260123 – 0094 Frankfurt – Bonames: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main Polizist rettet sich durch Sprung in den Streifenwagen
In der Nacht vom 21. auf den 22. Januar 2026 kam es zu einer Verfolgungsfahrt von der BAB 661 auf der Höhe Frankfurt-Ost bis in die Homburger Landstraße in Frankfurt am Main, wobei sich ein Polizeibeamter bei der Flucht eines 35-jährigen deutschen Staatsangehörigen nur durch einen Sprung vor dem auf ihn zufahrenden Fahrzeug des Beschuldigten retten konnte.
Der Tatverdächtige konnte wenige Zeit später an seiner Wohnanschrift in Neu-Isenburg festgenommen werden und befindet sich nun wegen des Verdachts des versuchten Mordes u. a. in Untersuchungshaft.
Der Beschuldigte sollte auf der BAB 661 in Höhe der Autobahnausfahrt Frankfurt-Ost polizeilich kontrolliert werden. Er soll die Anhaltesignale jedoch ignoriert und versucht haben, sich durch überhöhte Geschwindigkeit der Kontrolle zu entziehen.
Auf Höhe der Friedberger Landstraße verließ der 35-Jährige die Autobahn und fuhr - nun von drei Polizeifahrzeugen verfolgt - in Richtung Friedberger Landstraße/Stadtmitte. Bei der weiteren Fahrt soll er mehrere rot zeigende Ampeln überfahren, seine Geschwindigkeit in einer 30er-Zone auf bis zu 120 km/h erhöht sowie eines der Polizeifahrzeuge gerammt haben.
Nachdem der Beschuldigte in der Nähe der Bushaltestelle Bonameser Hainstraße in der Homburger Landstraße gestoppt werden konnte, soll er einen weiteren Streifenwagen frontal gerammt und im Anschluss durch eine Lücke zwischen dem Streifenwagen und geparkten Fahrzeugen davongefahren sein. Dabei soll er sein Fahrzeug beschleunigt und auf einen Polizeibeamten zugefahren sein, um sich erneut der Kontrolle zu entziehen und die Begehung der vorherigen Straftaten zu vertuschen sowie die Identifizierung seiner Person zu verhindern. Nur durch das sofortige Reagieren und Zurückspringen in das Fahrzeug konnte der Polizeibeamte eine Kollision mit dem Fahrzeug des Beschuldigten verhindern.
Der Tatverdächtige wurde gestern dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Frankfurt am Main vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes (Mordmerkmal der Verdeckungsabsicht) in Tateinheit mit versuchter gefährlicher Körperverletzung, gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs, tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte und Fahren ohne Fahrerlaubnis erließ.
Potentiellen Zeugen, die im betroffenen Bereich zur genannten Uhrzeit den oben beschriebenen Sachverhalt gesehen oder möglicherweise mit ihrem Smartphone gefilmt haben, werden gebeten sich bei der Kriminalpolizei unter der Rufnummer 069- 75551199 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.
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