BPOL NRW: Entwichener Strafgefangener greift Bundespolizisten an

Am 22. Januar stellten Bundespolizisten im Dortmunder Hauptbahnhof einen entwichenen Strafgefangenen fest. Bei einer Durchsuchung seiner Person trat er nach den Beamten und biss einen von ihnen in die Wade. Ein Arzt stellte die Gewahrsamsfähigkeit fest, woraufhin der Mann in das Polizeigewahrsam gebracht wurde. Gegen 21:15 Uhr unterzogen Einsatzkräfte den polnischen Staatsbürger einer Personenkontrolle. Bei der Überprüfung seiner Daten stellten sie fest, dass er per Haftbefehl gesucht wurde. Eine JVA hatte den Mann suchen lassen, da er nach einem genehmigten Freigang nicht in die Vollzugsanstalt zurückgekehrt war. Der Wohnungslose wurde vor Ort festgenommen und der Wache zugeführt. Dort bestätigte ein Fingerabdruckscan seine Identität zweifelsfrei. Dem Verurteilten wurde die Ausschreibung eröffnet. Zur Durchsuchung seiner Sachen und seiner Person sollte er in den Gewahrsamsbereich der Wache verbracht werden. Damit zeigte sich der Pole nicht einverstanden, baute sich bedrohlich vor den Einsatzkräften auf, beleidigte sie und drohte ihnen sowie ihren Familien mit dem Tod. Auch der Aufforderung, den Fingerschmuck abzulegen, kam der Mann nicht nach, sodass die Durchsuchung unter Einsatz von körperlichem Zwang erfolgte. Hierzu wurde der Aggressor zu Boden gebracht und mit Handschellen fixiert. Dabei spuckte und trat der 38-Jährige um sich und biss einem Beamten in die Wade. Der Biss konnte nur unter Anwendung weiteren körperlichen Zwangs gelöst werden. Anschließend wurde der Verurteilte an Händen und Füßen gefesselt. Zudem wurde ihm eine Spuckschutzhaube aufgesetzt, um das Beißen und Spucken zu verhindern. Nachdem sich der Aggressor beruhigt hatte, äußerte er sich nach einer erfolgten Belehrung nicht. Auch einen angebotenen Atemalkoholtest lehnte er mehrfach ab. Ein hinzugezogener Polizeiarzt bestätigte die Gewahrsamsfähigkeit, sodass der Verurteilte unter weiterhin starkem Widerstand in das Polizeigewahrsam Dortmund gebracht wurde. Von dort aus erfolgte die Zuführung in die zuständige Justizvollzugsanstalt. Der verletzte Beamte setzte seinen Dienst fort. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, Bedrohung, Widerstand gegen und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ein. Rückfragen bitte an: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin Bundespolizeiinspektion Dortmund Pressestelle Björn Dahle Telefon: 49 (0) 231/ 56 22 47 - 1012 Mobil: +49 (0) 173/ 71 50 710 E-Mail: presse.do@polizei.bund.de Untere Brinkstraße 81-89 44141 Dortmund Weitere Informationen erhalten Sie unter oder unter oben genannter Kontaktadresse.