Streits – Einbrüche – Taschendiebe – Falsche Banker kassieren ab – Betrug bei Sprachprüfung – Fake-Shop

Am frühen Sonntagmorgen gegen 1 Uhr kam es auf dem Rathausplatz zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Als die Polizei eintraf, lag ein 29-jähriger Mann bäuchlings auf dem Pflaster. Er stand auf und rannte weg, fiel allerdings vor dem Rathaus erneut bäuchlings auf den Boden. Als die Polizeibeamten dem stark blutenden Mann aufhelfen wollten, beschimpfte und beleidigte er die Beamten, trat und schlug nach ihnen und fasste einer Polizeibeamtin in den Schritt. Die Polizeibeamten überwältigten und fesselten ihn. Auch im angeforderten Rettungswagen sowie später in der Notaufnahme trat er um sich und beschimpfte und beleidigte alle um ihn. Nach der Behandlung kam er in den Gewahrsam der Polizei. Die Beamten fertigten Anzeigen wegen Beleidigung, Beleidigung auf sexueller Grundlage, vorsätzlicher einfacher Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und wegen einer Körperverletzung zu Ungunsten des 29-Jährigen gegen Unbekannt. Am Freitag, gegen 17.50 Uhr, kam es an der Wilhelmstraße zu einem Streit zwischen einer Frau (45) und einem Mann (51). Wie die Frau später der Polizei berichtete, habe ihr Begleiter versucht, sie mit einer Glasflasche zu schlagen, weshalb sie ihn wegstieß. Der Mann fiel in die Glasscheibe einer Haustür, die zerbrach, und warf nun die Flasche auf sie. Als die Polizei eintraf, war der Mann verschwunden, kehrte jedoch kurz darauf zurück, schrie die Beamten an und gestikulierte wild und aggressiv mit seinen Armen vor den Gesichtern der Polizeibeamten herum. Als sie ihn nach hinten drängten, viel der stark alkoholisierte Mann erneut auf den Boden. Die Beamten fixierten ihn; dagegen wehrte er sich massiv. Bei seiner Durchsuchung kamen Drogen zum Vorschein. Die Polizeibeamten nahmen ihn in zur Verhinderung von Straftaten in Gewahrsam und schrieben Anzeigen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung. Zwischen Mittwochabend und Freitagmorgen sind Unbekannte an der Elsa-Brandström-Straße in eine Reihe von Kellerräumen eines Mehrfamilienhauses eingebrochen. In der Nacht zum Samstag verschafften sich Unbekannte gewaltsam Zugang zu Kellerräumen eines Mehrfamilienhauses am Wermecker Grund. Die Räume wurden durchwühlt. Am Freitag und Samstag waren wieder Taschendiebe unterwegs. Am Freitag zwischen 13.30 und 14 Uhr hielt sich eine 85-jährige Frau auf dem Sternplatz auf und ging dann in den Stern-Center. Dort stellte sie fest, dass der Rucksack offenstand und ihre Geldbörse daraus fehlte. Eine 73-jährige Lüdenscheiderin wurde am Samstag gegen 13 Uhr im Stern-Center bestohlen. Wie sie später der Polizei berichtete, sei ihr in einem Shop eine unbekannte Frau sehr nah gekommen. Als sich die Seniorin umdrehte, sei die weibliche Person mehrere Schritte zurück gegangen. Kurz darauf stellte die 73-Jährige fest, dass ihr Portemonnaie nicht mehr im Rucksack steckte. Die Unbekannte war zu diesem Zeitpunkt bereits weg. Beide Frauen erstatteten Anzeige. Die Polizei warnt weiter dringend vor Taschendieben. Überall dort, wo sich viele Menschen aufhalten, sollten Wertsachen möglichst dicht am Körper getragen werden. Keinesfalls darf die PIN mit ins Portemonnaie gelegt werden. Falsche Banker haben Freitag in Lüdenscheid abkassiert. Sie rufen Senioren an, fragen Kontonummern und PIN ab und holen anschließend Bankkarte und Wertsachen ab. Betrüger haben am Freitag eine 82-jährige Lüdenscheiderin bestohlen und es mindestens bei zwei weiteren Senioren (82 und 85) versucht. Gegen 12 Uhr meldete sich angeblich die Sparkasse bei der 82-Jährigen am Telefon. Tatsächlich war jedoch kein Banker, sondern ein Betrüger am anderen Ende der Leitung. Er erzählte der Seniorin etwas von einer unberechtigten Abbuchung. Angeblich machte er die Abbuchung rückgängig und bot an, zur Sicherheit auch ihre Girokarten zu sperren und ihr neue zuzusenden. Das nahm die Seniorin an und nannte auf seine Forderung hin ihre Bankdaten einschließlich der PIN. Damit hatte der Betrüger jedoch noch nicht genug. Er bot der Frau an, ihre Wertgegenstände zu scannen - für den Fall eines Einbruchs. Gerade eine Viertelstunde später klingelte an der Tür. Die Seniorin übergab ihm Bargeld, Eheringe, Schmuck, Uhr und Bankkarten. Die Bankkarten lieferte der Betrüger kurz darauf wieder ab. Wie sicher später herausstellte, hat er in dieser kurzen Zeit an Geldautomaten an der Hochstraße einen hohen Geldbetrag vom Konto der Seniorin abgebucht. Zwei Stunden vor dieser Seniorin bekam ein gleichaltriger Senior ebenfalls einen Anruf angeblich seiner Bank. Der Anrufer fragte, ob es richtig sei, dass ein hoher Geldbetrag vom Konto des Lüdenscheider abgebucht werden solle. Auch in diesem Fall erschien anschließend ein Abholer, um die Bankkarte des Seniors abzuholen. Als der Senior jedoch ein Foto des Besuchers machen wollte, verschwand dieser sehr schnell. In beiden Fällen trugen die Abholer Gesichtsmasken. Im dritten Fall war es angeblich ebenfalls die Sparkasse, die eine hohe Abbuchung meldete. Auch für den 85-Jährigen schienen die Angaben des Anrufers plausibel; er nannte IBAN und PIN. Bevor ein Abholer bei ihm sein konnte, wandte er sich jedoch an seine Hausverwaltung, die ihm dringend riet, das Telefon sofort zu beenden. Der 85-Jährige folgte diesem Rat, ließ umgehend sein Konto bei der Sparkasse sperren und erstattete Anzeige bei der Polizei. Banken warnen immer wieder, dass am Telefon nie PIN abgefragt werden. Zwar melden sich Banken gelegentlich telefonisch, wenn verdächtige Bewegungen auf Konten festgestellt werden. Dann sollten trotzdem keine Zugangsnummern genannt und schon gar keine Wertsachen oder Bankkarten übergeben werden. Die Polizei warnt: Am Telefon kann sich jeder für jeden ausgeben! Nennen Sie keine persönlichen Daten! Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung! Informieren Sie im Zweifel die Polizei über den Notruf 110! Ein 25-jähriger Chinese hat am Freitag versucht, in einer Sprachschule für einen Landsmann eine Sprachprüfung zu abzulegen. Die Mitarbeiter bemerkten Unstimmigkeiten und informierten die Polizei. Die holte den Mann aus der Prüfung. Er beharrte auf seinen Personalien. Bei seiner Durchsuchung entdeckten die Polizeibeamten allerdings Dokumente mit ganz anderen Namen. Für den in Essen gemeldeten Mann war die Prüfung damit beendet. Er wurde zur Identitätsfeststellung zur Wache mitgenommen. Die Polizei stellte neben diversen Dokumenten auch das Handy des Mannes sicher. Damit war er nicht einverstanden und schrie auf der Wache herum. Einem Platzverweis wollte er nicht folgen, so dass ihn die Beamten zwangsweise nach draußen führten und eine Ingewahrsamnahme androhten. Er bzw. der angebliche Prüfling bekamen Anzeigen wegen Urkundenfälschung, falscher Namensangabe und Betrugs. Eine 79-jährige Lüdenscheiderin ist bei der Bestellung eines Kühlschranks wohl auf Betrüger hereingefallen. Mit Hilfe eines Nachbarn suchte sie im Internet nach einem Anbieter, der ihr ein genau passendes Gerät liefern könnte. Sie stießen auf ein Angebot, das von einem großen, bekannten Anbieter zu stammen schien, bestellten und bezahlten vorab. Nach einigen Tagen ohne Reaktion fragten die beiden per Mail nach und bekamen die Antwort, dass keine Bestellung eingegangen sei. Auf eine Nachfrage bei dem großen, bekannten Anbieter bekamen sie den Hinweis, dass ein solcher Kühlschrank gar nicht in seinem Sortiment sei und sie offenbar auf einen Betrüger hereingefallen seien. Deshalb erstattete die Frau am Freitag Anzeige bei der Polizei. Ob sie auf einen Fake-Shop hereingefallen oder etwas anderen schief gelaufen ist, das muss nun die Polizei herausfinden. Fakt ist: Fake-Shops wachsen wie Pilze aus dem Boden. Die Betrügers-Shops sind auf den ersten Blick kaum von seriösen Anbietern zu unterscheiden. Oft versuchen die Betrüger, ihre Opfer durch unschlagbar günstige Angebote zu blenden. Solche Preise sollte misstrauisch machen. Manchmal hilft ein Blick ins Impressum weiter. Um dort Fehler zu erkennen, müssten Nutzer allerdings schon tiefer blicken. Wenn die Eingabe der angeblichen Adresse eines Gartencenters auf Google beispielsweise zu einem Café führt, könnte Vorsicht angesagt sein. Aber natürlich könnte an der besagten Adresse tatsächlich das Büro einer solchen Firma sein, während Lager und Verkaufsfläche an einem anderen Ort sind. Angebliche Handelsregister-Einträge lassen sich kostenlos überprüfen auf der Seite www.bundesanzeiger.de, einer Seite des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. Doch Betrüger nutzen leider immer wieder auch die guten Namen tatsächlich bestehender, seriöser Firmen, die anschließend unberechtigt in den Fokus polizeilicher Ermittlungen geraten. Auch hier gibt es also bestenfalls Indizien, die auf Fake hinweisen könnten. Ein Beispiel wäre, wenn der Schuster plötzlich angeblich hochwertige Elektronik verkauft. Manchmal hilft auch eine Suche nach dem Namen des Unternehmens: Gibt es möglicherweise verschiedene Webseiten (eine echte und eine "gefakte") oder sogar Warnhinweise und Erfahrungsberichte anderer Verbraucher vor "Fake-Shops"? Diverse Initiativen pflegen inzwischen Listen mit Fake-Shops. Doch die Betrüger betreiben ihre Webseiten unter ständig wechselnden Namen. In manchen Fällen schmücken sich auch Fake-Shops mit Gütesiegeln, die Vertrauen signalisieren sollen. Bei seriösen Shops lassen sich die Zertifikats-Logos jedoch anklicken und führen auf die Bewertungsseiten. Ein weiteres Indiz sind fehlende Zahlungsmethoden: Oft bieten die Fake-Läden zunächst scheinbar alle Bezahl-Möglichkeiten. Doch im Laufe des Bestellprozesses bleibt am Ende doch nur die Möglichkeit, vorab zu bezahlen. Wer dieses Risiko eingehen will, der sollte aber spätestens misstrauisch werden, wenn das Geld an eine ganz andere Person im Ausland geht. Wurde der Geldbetrag lediglich dem Girokonto oder der Kreditkarte belastet, lässt sich das Geld möglicherweise zurückholen. Dazu sollten sich Betroffene an ihre Bank wenden. (cris) Rückfragen von Medienvertretern bitte an: Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis Pressestelle Polizei Märkischer Kreis Telefon: +49 (02371) 9199-1299 E-Mail: pressestelle.maerkischer-kreis@polizei.nrw.de