Einbrüche in Handwerkerfahrzeuge – Falsche Polizeibeamte rufen an

Werkzeugdiebe haben am Wochenende in Kierspe und Meinerzhagen zugeschlagen. An der Mozartstraße in Meinerzhagen schnitten sie sich zwischen Sonntagabend und Montagmorgen durch die Seitenwand eines Handwerkerfahrzeugs, einem VW-Transporter, und entwendeten diverse Werkzeuge und Arbeitsgeräte. An der Montigny-Allee in Kierspe wurde zwischen Freitagnachmittag und Montagmorgen die Schiebetür eines Ford Transit Custom aufgebrochen und aus dem Innenraum ebenfalls diverse Maschinen entwendet. In der vergangenen Woche haben sich Betrüger wieder einmal die Telefonbücher von Kierspe und Meinerzhagen vorgenommen und sich als Polizeibeamte ausgegeben. Mehrere Betroffene erstatteten Anzeige bei der echten Polizei. In allen bekannten Fällen erzählten die Täter die übliche Lügengeschichte: Demnach sei eine Verbrecherbande festgenommen worden. Dabei habe man eine Liste mit Namen gefunden. Auf dieser Liste der potenziellen Einbruchorte stehe auch ihr Name, erklärten die Täter den meist älteren Bürgern in Kierspe und Meinerzhagen. Es folgte die obligatorische Frage nach Wertsachen, soweit die Angerufenen nicht sofort auflegten. Dazu rät auch die echte Polizei: Die Betrüger gehen teilweise so geschickt vor, dass sie die anfängliche Skepsis ihrer Opfer überwinden und sie am Ende doch dazu bringen, Wertsachen zur angeblich "sicheren Verwahrung" abzugeben. Die echte Polizei stellt klar: Die echte Polizei nimmt keine Wertsachen in Verwahrung. Sie holt diese erst recht nicht in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, ohne Ausweise zu zeigen und ohne Quittung ab. Am Telefon sollten keinerlei Auskünfte zu vorhandenen Tresoren oder Bankvermögen gegeben werden. Der einfachste Rat lautet: Auflegen! Bestehen Zweifel, ob es sich vielleicht um einen "echten" Anruf der echten Polizei handeln könnte, sollten Betroffene trotzdem auflegen, kurz durchatmen und dann die echte Polizei anrufen. Die Variationsmöglichkeiten in Betrugsfällen sind groß und Täter lassen sich gerne Neues einfallen. Eine 82-jährige Meinerzhagenerin bekam ebenfalls in der vergangenen Woche einen Anruf von einer Frau, die einen "Ergänzungsantrag" zu ihrem Pflegeantrag stellen wollte. Um angeblich Pakete von der Pflegeversicherung zu bekommen, müsse sie lediglich deutlich "Ja" oder "Okay" sagen. Die Seniorin blieb standhaft und beließ es beim "Nein!". Nach dem Gespräch erstattete sie Anzeige wegen des Verdachts eines Betrugsversuchs. (cris) Rückfragen von Medienvertretern bitte an: Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis Pressestelle Polizei Märkischer Kreis Telefon: +49 (02371) 9199-1299 E-Mail: pressestelle.maerkischer-kreis@polizei.nrw.de