(BC) Biberach – Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ravensburg und Polizei / 20-Jähriger in Untersuchungshaft

/ Am Freitag nahm die Polizei in Biberach einen Tatverdächtigen nach einem Schockanruf fest. Am Freitagnachmittag versuchten Betrüger eine 70-Jährige aus Biberach mit der bekannten Betrugsmasche "Schockanruf" um ihr Erspartes zu bringen. Ein angeblicher Polizeibeamter rief bei der Frau auf dem Festnetzanschluss an und spielte ihr vor, ihre Tochter habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine Person verstorben sei. Um eine Inhaftierung der Tochter zu verhindern, forderten die Betrüger einen hohen Geldbetrag oder Wertsachen. Die 70-Jährige erkannte den versuchten Betrug. Eine anwesende Bekannte der Geschädigten informierte deshalb parallel mit ihrem Handy die Polizei. Im weiteren Telefonat täuschte die 70-Jährige den Betrügern vor, sie habe Bargeld. Vom Anrufer wurde daraufhin ein Abholer beauftragt, der das Bargeld vor einer Apotheke in einem Biberacher Stadtteil entgegennehmen sollte. Kurze Zeit später nahm die Polizei einen 20-Jährigen vorläufig fest. Der agierte mutmaßlich als Abholer des Bargelds. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ravensburg erließ am Samstag der zuständige Richter beim Amtsgericht Ravensburg einen Haftbefehl gegen den 20-Jährigen wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Betrugs. Der Mann mit polnischer Staatsbürgerschaft und ohne festen Wohnsitz in Deutschland räumte nach erfolgtem Tatvorwurf den versuchten Betrug ein. Er befindet sich nun in einer Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Biberach dauern an. ++++0142713 Staatsanwaltschaft Ravensburg, Oberstaatsanwalt Wolfgang Angster, Tel.: 0751/806-1350 Thomas Hagel, Polizeipräsidium Ulm, Tel. 0731/188-1111 Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Ulm Telefon: 0731/188-1111 E-Mail: ulm.pp@polizei.bwl.de