Erfolgreiche Ermittlungsarbeit: Tätergruppierung nach Reifendiebstählen im ganzen Land in Untersuchungshaft
Nach gut einem Jahr umfangreicher Ermittlungsarbeit in zahlreichen Dienststellen des Polizeipräsidiums Neubrandenburg, konnten in der Nacht auf Montag (26.01.2026) gegen 03:00 Uhr drei Tatverdächtige in einem Autohaus in Bergen auf der Insel Rügen auf frischer Tat gestellt werden. Den drei polnischen 37, 38 und 39 Jahre alten Männern wird vorgeworfen, seit März 2025 landesweit mehrere Angriffe auf Reifenhandel und Autohäuser verübt, und dabei hunderte Reifensätze entwendet zu haben. Allein in einem Fall in einem Greifswalder Autohaus im vergangenen September, entstand dabei ein Schaden von etwa 140.000 Euro. Der Gesamtschaden der Taten beläuft sich in der Summe auf mehr als 600.000 Euro.
Nachdem zunächst verschiedene Dienststellen mit den Ermittlungen betraut waren, wurde die weitere Bearbeitung der Fälle im Dezember 2025 federführend von der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Stralsund und der Kriminalpolizeiinspektion Anklam übernommen. Die zentral durchgeführten Ermittlungen gewährleisteten die Durchführung von abgestimmten, umfänglichen Maßnahmen bis zum Zeitpunkt des Ergreifens der Tatverdächtigen. Dadurch war der mutmaßliche nächste Tatort kurzfristig bekannt. Hier konnten die Tatverdächtigen durch den Zugriff von Spezialeinheiten gestellt werden. In den Wochen zuvor fand eine enge Zusammenarbeit mit der Gemeinsamen Diensteinheit, GDE, (Kooperation der Bundespolizeiinspektion Pasewalk, der Polizeiinspektion Anklam und des Hauptzollamtes Stralsund), den umliegenden Revieren sowie den Kriminaldauerdiensten statt.
Polizeipräsident Arne Wurzler würdigt diesen gemeinsamen Erfolg. "Ermittlungen sind oftmals langwierig, personalintensiv und jede Beamtin und jeder Beamte benötigt viel Geduld. Wir können stolz auf diesen Erfolg sein. Die Zusammenarbeit so vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Dienststellen im Polizeipräsidium Neubrandenburg, gemeinsam mit anderen Behörden, hat beispielhaft funktioniert."
Am Dienstagnachmittag (27.01.2026) wurden die drei Männer dem Haftrichter vorgeführt. Dort wurde gegen sie ein Haftbefehl wegen schweren Bandendiebstahls nach § 244a StGB erlassen. Die eingesetzten Beamten brachten die Tatverdächtigen anschließend in die JVA Stralsund, in die JVA Bützow sowie in die JVA nach Waldeck, wo sie sich nun in Untersuchungshaft befinden.
Aufgrund der laufenden Ermittlungen können zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Angaben gemacht werden.
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