Unbekannte erlangen fast 160.000 Euro durch Anlagebetrug in zwei Fällen
In der vergangenen Woche haben unbekannte Täter in gleich zwei Fällen Menschen um ihr Geld gebracht. Durch einen sogenannten Anlagebetrug erlangten sie insgesamt fast 160.000 Euro.
Bereits am vergangenen Freitag, 23. Januar 2026, meldete sich ein 68-Jähriger aus dem Stralsunder Umland bei der Polizei. Bereits im September letzten Jahres suchte der Mann nach einer Geldanlage und stieß hierbei auf ein vermeintlich lukratives Angebot einer Internetseite. Nach einer Beratung durch die Firma investierte der 68-Jährige bis zum Ende des Jahres 2025 rund 55.000 Euro.
Als er dann jedoch eine Auszahlung des vermeintlich erlangten Gewinns forderte, begannen die Probleme. Zunächst sollte sich die Auszahlung verzögern und zu Beginn des Januars stattfinden, doch hierzu kam es nicht. Auf Nachfragen des Geschädigten erhielt er keine Antwort, sodass er schließlich von einem Betrug ausgehen musste und sich an die Polizei wandte.
Das dieses Phänomen nach wie vor kein Einzelfall ist, zeigt ein zweiter Sachverhalt aus dem Greifswalder Umland. Ein 85-Jähriger stieß im Internet auf eine Annonce einer Firma, die mit Kapitalanlage und hohen Renditen warb. Der Senior meldete sich daraufhin bei der Firma und entrichtete eine Eröffnungsgebühr von 250 Euro. Nachdem ihm suggeriert wurde, dass diese Investition erhebliche Gewinne erzielt hätte, investierte er insgesamt 104.000 Euro.
Als er seinen vermeintlichen Gewinn auszahlen lassen wollte, sorgte dies jedoch für Probleme und auch in diesem Fall folgte ein Kontaktabbruch durch die Täter.
Immer wieder werden Menschen im Internet auf unseriöse Geldanlagen aufmerksam und verlieren dabei oft ihre gesamten Ersparnisse. Dabei nutzen die meist aus dem Ausland agierenden Täterinnen und Täter Werbeanzeigen im Internet oder in sozialen Medien, Anrufe von Callcentern oder E-Mails für ihre Betrugsmasche. Für die Betrugsmasche werden eigens geschaffene, tatsächlich nicht existierende Anlageplattformen für Online-Investments eingerichtet und durch Bewertungen von vermeintlichen Anlegern der Eindruck erweckt, man könne mit der Anlage viel Geld verdienen. Zudem legen sich einige Betrüger seriös scheinende Webseiten an, um Vertrauen zu erwecken.
Die Polizei rät in diesem Zusammenhang:
- Prüfen Sie die vermeintlichen Anbieter kritisch und suchen Sie
nach Rezensionen der Firma. Nicht jede Webseite die seriös erscheint,
ist es auch. - Geben Sie keine sensiblen Daten preis. - Seien Sie kritisch, wenn Ihnen hohe Gewinne versprochen werden. - Gewähren Sie niemandem Zugriff auf Ihren PC mittels
Fernwartungssoftware (z.B. AnyDesk, Team Viewer etc.). - Vorsicht vor Identitätsdiebstahl: Senden Sie keine Kopien Ihrer
Ausweise. - Überweisen Sie kein Geld auf unbekannte ausländische Konten von
Privatpersonen oder angeblichen Firmen. - Nehmen Sie Stornierungen Ihrer Bank ernst. Die Banken sind durch
die Polizei für Betrugsmaschen sensibilisiert. - Wenden Sie sich im Zweifelsfall an die Polizei.Rückfragen bitte an:
Für Medienvertreter:
Kimberly Schätzchen
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