Gewalttat in Wickede aufgeklärt: Sechs Haftbefehle wurden erlassen, von denen fünf in Vollzug gesetzt wurden
Lfd. Nr.: 0105
Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Dortmund und Polizei Dortmund.
Nach einem massiven körperlichen Angriff am 14. August 2025 im Bereich der Haltestelle "Eichwaldstraße" am Wickeder Hellweg ist den Ermittlern der Polizei Dortmund und der Staatsanwaltschaft Dortmund ein bedeutender Ermittlungserfolg gelungen. Durch die akribische Auswertung digitaler Beweismittel konnten insgesamt sechs Tatverdächtige identifiziert und festgenommen werden.
Ein siebter Tatverdächtiger stellte sich freiwillig der Polizei. Ein Haftrichter erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dortmund gegen sechs von ihnen wegen des Verdachts des gemeinschaftlich, versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung Untersuchungshaft. Einen Haftbefehl gegen einen Gehilfen der Tat setzte er gegen strenge Auflagen außer Vollzug. Einem weiteren Täter kann nur eine gefährliche Körperverletzung nachgewiesen werden, so dass gegen ihn kein Haftbefehl beantragt wurde.
Rückblick: Am Tattag kam es im Bereich der Haltestelle zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung. Eine etwa zehnköpfige Tätergruppe griff eine andere Personengruppe unvermittelt an. Die Täter sprühten mit Pfefferspray und schlugen und traten die Personen aus der anderen Gruppe.
Im Zuge der Ermittlungen in einem anderen Verfahren erlangte die Polizei ein Tatvideo. Die Auswertung der Aufnahmen durch die Ermittler der Mordkommission Dortmund offenbarte eine immense rohe Gewaltausübung: Die Bilder dokumentieren gezielte Schläge und insbesondere Tritte sowie andere Gewalteinwirkungen gegen die Köpfe der anderen Personen. Aufgrund der potenziellen Lebensgefahr dieser Handlungen stufte die Staatsanwaltschaft Dortmund das Geschehen rechtlich als versuchtes Tötungsdelikt ein.
In einer koordinierten Aktion vollstreckten die Einsatzkräfte am 03.12.2025, 14.01.2026 und am 29.01.2026 insgesamt sieben Durchsuchungsbeschlüsse im Dortmunder Stadtgebiet. Im Rahmen der Durchsuchungen bei den männlichen Tatverdächtigen im Alter zwischen 15 und 20 Jahren konnten die Ermittler Tatbekleidung, Mobiltelefone sowie Tatmittel als Beweise sichern.
Dieser Ermittlungserfolg ist das Ergebnis enger Zusammenarbeit zwischen Polizei und Staatsanwaltschaft und verdeutlicht, dass die Auswertung digitaler Tatortspuren ein wesentlicher Baustein bei der Verfolgung von Gewaltstraftaten ist.
Journalisten wenden sich bitte an Staatsanwältin Frau Maribel Andersson unter der Telefonnummer: 0231 / 926 - 26123.
Journalisten wenden sich mit Rückfragen bitte an:
Polizei Dortmund
Luca Blüthgen
Telefon: 0231/132-1039
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