BPOLI MD: 18-Jähriger steigt auf Trittbrett einer S-Bahn – Zugverkehr zeitweise eingestellt
Am Freitagabend, den 6. Februar 2026, kam es um 20:30 Uhr am Bahnhof Großkorbetha zu einem gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr. Die Erstmeldung zu dem Vorfall ging durch den Triebfahrzeugführer der betroffenen S-Bahn bei der Bundespolizei ein. In der Folge wurde der Zugverkehr im betroffenen Streckenabschnitt durch die Notfallleitstelle der Bahn Leipzig vorübergehend vollständig eingestellt. Ein Mann war zuvor mit einer S-Bahn von Naumburg in Richtung Leipzig unterwegs und stieg bei dem planmäßigen Halt in Großkorbetha aus. Nachdem der Zug seine Weiterfahrt signalisierte versuchte der 18-Jährige, trotz bereits geschlossener Türen, wieder in den Zug einzusteigen. Als dies nicht gelang, lief er entlang des Bahnsteigs bis zur Außentür der Triebfahrzeuglokomotive und stieg dort auf das Trittbrett. Der Triebfahrzeugführer bemerkte die Situation und leitete umgehend eine Gefahrenbremsung ein. Nach eigenen Angaben hatte der Mann vor der Tat alkoholische Getränke konsumiert. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,97 Promille. Zudem stellten die Bundespolizisten bei dem Deutschen verschreibungspflichtige Medikamente fest. Durch den Vorfall kam es zu Verspätungen bei 16 Zügen mit insgesamt 478 Minuten Verzögerung. Darüber hinaus fielen zwei Personenzüge vollständig aus, ein Güterzug musste umgeleitet werden. Der Beschuldigte wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen von seiner Mutter auf der Dienststelle der Bundespolizei in Halle (Saale) abgeholt. Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr sowie wegen des Verstoßes nach dem Arzneimittelgesetzt ein und weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass das unbefugte Betreten von Zügen oder Fahrzeugteilen lebensgefährlich ist und erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr haben kann.
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