Pfefferattacken auf zwei Kioske: Festnahme eines jugendlichen Tatverdächtigen
(lei) Zwei Kioske, zwei nahezu gleichgelagerte Taten und ein Tatverdächtiger: Nach Pfefferattacken am Mittwochabend in Langen und Offenthal hat die Polizei einen 17-jährigen Tatverdächtigen vorläufig festgenommen. Die Beamten prüfen, ob der Jugendliche für beide Vorfälle verantwortlich ist. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.
Zunächst war ein Notruf aus einem Kiosk in der Frankfurter Straße in Langen eingegangen. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein um die 20 Jahre alter, etwa 1,70 Meter großer und dunkel gekleideter Unbekannter den Verkaufsraum gegen 19.55 Uhr mit einer augenscheinlichen Pfefferpistole betreten und Reizstoff versprüht haben. Nachdem der Inhaber ihn auf die Videoüberwachung hingewiesen hatte, habe der ungebetene Gast noch eine Ladung Reizstoff in den Laden abgegeben, ehe er ohne Forderungen zu stellen flüchtete. Verletzt wurde niemand; der Besitzer wurde vorsorglich durch eine Rettungswagenbesatzung untersucht und vor Ort entlassen. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb zunächst ohne Ergebnis.
Rund anderthalb Stunden später, gegen 21.50 Uhr, kam es zu einem weiteren Vorfall an einem Kiosk in der Bahnhofstraße in Offenthal. Dort soll ein männlicher Täter, der eine schwarze glänzende Jacke mit Pelzkragen sowie eine ins Gesicht gezogene Kapuze trug, im Außenbereich zwei Ladungen Reizstoff in Richtung eines Angestellten sowie zwei Kunden abgegeben haben. Alle drei Personen erlitten vorübergehende Atembeschwerden; der Täter flüchtete anschließend in Richtung Ortsmitte.
Im Zuge der intensiven Fahndung mit etlichen Streifen entdeckten die Beamten gegen 22 Uhr in der Mainstraße den 17-Jährigen, auf den die Personenbeschreibung zutraf. Als die Beamten ihn kontrollieren wollten, flüchtete er zu Fuß, er konnte jedoch nach kurzer Nacheile festgenommen werden. Entlang des Fluchtwegs fanden die Einsatzkräfte eine Pfefferpistole und stellten diese sicher.
Der Jugendliche wurde vorübergehend zur Wache gebracht und nach Abschluss der polizeilich notwendigen Maßnahmen seiner Mutter überstellt. Zu den Hintergründen äußerte er sich bislang nicht. Die Ermittlungen dauern an; dabei prüfen die Beamten auch, ob möglicherweise weitere Personen beteiligt gewesen sein könnten.
Zeugen, die Hinweise zu den Vorfällen geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 06103 9030-0 bei der Polizei zu melden.
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