BPOLI LUD: Venezuela, Kolumbien und Kamerun: Vier unerlaubte Einreisen in internationalen Reisebussen verhindert
Beamte der Bundespolizei haben in den frühen Morgenstunden bei Kontrollen des internationalen Reisebusverkehrs vier unerlaubte Einreisen festgestellt und verhindert.
Kurz nach Mitternacht kontrollierten Einsatzkräfte in einem polnischen Linienbus zwei kolumbianische Staatsangehörige im Alter von 24 und 27 Jahren. Beide wiesen sich mit gültigen Reisepässen aus. Da sie sich jedoch bereits länger als 90 Tage im Schengen-Raum aufhielten, hätten sie einen Aufenthaltstitel benötigt, den sie nicht vorlegen konnten. Nach eigenen Angaben leben beide derzeit in Polen.
Gegen 00:45 Uhr überprüften die Beamten in einem weiteren Linienbus eine 33-jährige venezolanische Staatsangehörige. Auch sie hielt sich länger als 90 Tage im Schengen-Raum auf. Die Frau gab an, in Spanien ein Schutzersuchen gestellt zu haben. Der sich daraus ergebende aufenthaltsrechtliche Status berechtigt sie jedoch ausschließlich zum Aufenthalt im spanischen Hoheitsgebiet.
Um 02:25 Uhr kontrollierten die Einsatzkräfte schließlich einen 33-jährigen kamerunischen Staatsangehörigen. Er führte zu seinem Reisepass einen im Jahr 2024 abgelaufenen dänischen Aufenthaltstitel mit. Nach einer mutmaßlichen Ablehnung der Verlängerung stellte er in Polen einen Antrag auf Aufenthalt, über den bislang noch nicht positiv entschieden wurde. Somit erfüllte auch er die Voraussetzungen für eine Einreise nicht.
Alle vier Personen mussten die Reisebusse verlassen. Gegen sie wurden Ermittlungsverfahren wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts eingeleitet. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wiesen die Beamten die Betroffenen nach Polen zurück.
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