Brennende Acetylenflasche sorgt für umfangreiche Sperrungen auf der A7 und dem Nord-Ostsee-Kanal
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Borgstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde), 17.02.2026, 13:23 Uhr
Am Dienstagmittag um 13:23 Uhr wurden die Feuerwehren Borgstedt, Bünsdorf und Büdelsdorf zu einer brennenden Acetylenflasche auf dem Ersatzbauwerk der Rader Hochbrücke alarmiert.
Vor Ort wurden die Einsatzkräfte durch Bauarbeiter eingewiesen und zur Schadensstelle geführt. Aufgrund der besonderen Gefahrenlage entschied sich Einsatzleiter Andreas Hoffmann frühzeitig, den Löschzug-Gefahrgut mit einem Fachberater hinzuzuziehen. Nach intensiver Erkundung wurde ein Sicherheitsradius von 200 Metern um die Einsatzstelle festgelegt.
Dies hatte erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr: Die Autobahn 7 musste in beide Fahrtrichtungen vollständig gesperrt werden. Darüber hinaus wurde auch der Schiffsverkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal vorsorglich eingestellt.
Besondere Gefahren durch Acetylen
Acetylen ist ein hochentzündliches Gas, das unter Druck in speziellen Gasflaschen gelagert wird. Es besitzt die Eigenschaft, sich bei Erwärmung oder Beschädigung selbstständig zu zersetzen. Diese Zersetzungsreaktion kann sich im Inneren der Flasche fortsetzen und zu einer plötzlichen Explosion führen - selbst noch Stunden nach einem Brandereignis.
Aus diesem Grund dürfen brennende Acetylenflaschen in der Regel nicht sofort gelöscht werden. Stattdessen müssen sie kontrolliert ausbrennen oder über einen längeren Zeitraum gekühlt und überwacht werden. Die Explosionsgefahr macht weiträumige Absperrmaßnahmen zwingend erforderlich, um Einsatzkräfte und Bevölkerung zu schützen.
Rund 60 Einsatzkräfte befinden sich aktuell im Einsatz. Die Maßnahmen werden voraussichtlich bis in die späten Abend- beziehungsweise Nachtstunden andauern.
Derzeit warten die Einsatzkräfte auf das Eintreffen einer spezialisierten Fachfirma, die die sichere Bergung der Flasche übernehmen soll. Erst nach vollständiger Beseitigung der Gefahr können die Autobahn sowie der Schiffsverkehr wieder freigegeben werden.
Zur Brandursache können derzeit keine Angaben gemacht werden. Verletzt wurde bei dem Einsatz glücklicherweise niemand.
Einsatzkräfte: Feuerwehr Borgstedt, Feuerwehr Bünsdorf, Feuerwehr Büdelsdorf, Löschzug-Gefahrgut Kreis Rendsburg-Eckernförde, Rettungsdienst, Polizei und Kreispressewart
Rückfragen bitte an:
Kreisfeuerwehrverband Rendsburg-Eckernförde
Daniel Passig
Mobil: 0171 60 17 609
E-Mail: passig@kfv-rdeck.de