Coesfeld, Brink/Streifenwagen mit Baggerschaufel blockiert
Zu Streitigkeiten wurden Polizeibeamte am Montagabend (16.02.26) in die Bauerschaft Brink gerufen. Auf der Anfahrt erhielten die eingesetzten Beamten die Information, dass sich sogar zwei Personen schlagen würden.
Vor Ort öffnete der spätere Beschuldigte selbst die Tür - allerdings nicht gerade in Gesprächslaune. Er zeigte sich verbal aggressiv und versuchte, die Tür unmittelbar wieder zu schließen. Während der Sachverhaltsklärung verließ er das Haus, offenbar um frische Luft zu schnappen - und um seinem Unmut lautstark Ausdruck zu verleihen, indem er die Beamten als "Spacken" beleidigte.
Die Situation nahm anschließend eine sehr spezielle Wendung: Als die Beamten das Gespräch draußen fortsetzen wollten, saß der Beschuldigte bereits in einem Traktor - inklusive angehobener Baggerschaufel an der Front. Diese platzierte er so dicht neben der Fahrertür des auf der Straße geparkten Streifenwagens, dass ein Einsteigen nicht mehr möglich war.
Auf Aufforderung, die Baggerschaufel zu entfernen, erklärte der Mann, mögliche Konsequenzen seien ihm egal. Dann versuchte er die Beamten glauben zu lassen, der Trecker wolle nicht mehr anspringen und ein Wegfahren sei daher unmöglich. Schließlich stellte sich jedoch heraus: Der Motor war kooperativer als sein Fahrer.
Die zwischenzeitliche Forderung des Mannes, die Schaufel nur zu entfernen, wenn die Polizei anschließend sofort abreise, blieb ohne Erfolg. Letztendlich fuhr der Beschuldigte die Baggerschaufel ordnungsgemäß beiseite.
Angaben zum ursprünglichen Streit machte der Mann nicht, zu einer Körperverletzung war es allerdings tatsächlich nicht gekommen.
Die Polizei weist darauf hin: Auch wenn sie nicht immer mit Applaus empfangen wird, kommt sie in der Regel mit dem Ziel zu helfen. Die Blockade mit einer Baggerschaufel mag skurril anmuten, ist aber kein Kavaliersdelikt. Den Coesfelder erwartet nun ein Strafverfahren wegen Nötigung und Beleidigung.
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