41-Jähriger zeigt an: Betrügerin verkauft Veranstaltungstickets bei Facebook
Ein 41-jähriger Mönchengladbacher hat vergangene Woche bei der Polizei angezeigt, dass er einer Facebook-Nutzerin Karten für eine Karnevalsparty abgekauft, diese aber nie erhalten hat.
Der 41-Jährige hatte in einer Facebook-Gruppe den Post einer Nutzerin gefunden, laut dem diese Karten für eine bereits ausverkaufte Veranstaltung abzugeben hätte. Der Mann kontaktierte sie daraufhin über den Facebook-Messenger und bekundete Interesse an zwei Eintrittskarten. Nachdem sie sich auf einen Preis für beide Tickets geeinigt hatten, sendete der 41-Jährige die Hälfte des Betrags via PayPal "Familie und Freunde". Daraufhin erhielt er eine passwortgeschützte PDF-Datei. Das dafür benötigte Passwort wurde ihm nach Sendung des Restbetrages zugesichert. Als er den Restbetrag erneut via PayPal sendete, forderte die angebliche Verkäuferin eine erneute, frei erfundene Summe, die sie als Servicepauschale deklarierte. Als der 41-Jährige nicht bereit war diese zu zahlen und sein Geld zurückforderte, meldete sich die Betrügerin nicht mehr. (cr)
Die Polizei warnt: Facebook-Gruppen werden häufig als private Ticketbörse genutzt. Immer wieder machen sich das Betrüger zu Nutze.
Sie gibt folgende Tipps, um sich zu schützen:
- Profil angucken: Betrüger nutzen häufig gefälschte Profile.
Werden Sie misstrauisch, wenn kaum Profilinformationen, nur
wenige Fotos in schlechter Qualität und keine aktuellen Beiträge
zu finden sind. Aber auch bei lebendigen Profilen mit vielen
Beiträgen kann es sich um Profile handeln, deren Anmeldedaten
gestohlen wurden. - Kommunikation verfolgen: Sehen Sie sich die Postings der Person
an. Wenn der Nutzer in öffentlichen Gruppen die
Kommentarfunktion ausschaltet und nur persönliche Nachrichten
zulässt, sollte man stutzig werden. - Angebote prüfen: Werden Sie stutzig, wenn der User mehrere
Karten, vielleicht sogar für verschiedene Konzerte einer Tournee
oder unterschiedliche Veranstaltungen, anbietet. - Community nutzen: Verfolgen Sie die Aktivitäten des Anbieters in
der Facebook-Gruppe. Tauschen Sie sich mit anderen Nutzern aus,
ob bereits Erfahrungen mit ihm bestehen. - Zahlung absichern: Besteht der Verkäufer darauf für die
Bezahlung nur die Option "Geld an Freunde und Familie senden"
bei PayPal zu nutzen ist Vorsicht geboten. Wenn Interessierte
das Geld überweisen und der Verkäufer die Tickets nicht
losschickt, greift der Käuferschutz nicht. Häufig bitten die
Betrüger unter einem Vorwand (kein eigenes PayPal-Konto) um
Überweisung auf ein Konto von Dritten, auf das sie Zugriff
haben. Die Alarmglocken sollten ebenfalls schrillen, wenn um
Überweisung auf ein ausländisches Konto gebeten wird. - Identitätsklau bedenken: Um zu belegen, dass sie wirklich der
bei Facebook angemeldete User sind, versenden Betrüger Fotos von
Ausweisdokumenten. Auch diese können gestohlen sein. Auf keinen
Fall sollten Sie Bilder von eigenen Ausweisdokumenten
verschicken.Rückfragen von Journalisten bitte an:
Polizei Mönchengladbach
Pressestelle
Telefon: 02161 29 10222
E-Mail: pressestelle.moenchengladbach@polizei.nrw.de