Rosenmontagsumzüge: Vereinzelt polizeiliches Einschreiten nötig

(lei) Zehntausende Menschen haben bei den großen Rosenmontagsumzüge im Bereich des Polizeipräsidiums Südosthessen die Straßen gesäumt und ausgelassen gefeiert. Wie in den vergangenen Jahren war die Polizei dabei entlang der Zugstrecken mit zahlreichen Einsatzkräften, unterstützt von der Bereitschaftspolizei, im Einsatz und stand den Jecken jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. Aus polizeilicher Sicht verliefen die Veranstaltungen insgesamt friedlich und störungsfrei. Nachfolgend eine Zusammenfassung der Einsätze in den Städten, in denen die Polizei situativ tätig wurde: Seligenstadt: Bei nasskaltem Wetter waren über 30.000 Närrinnen und Narren unterwegs. Mitunter kam es alkoholbedingt zu körperlichen Auseinandersetzungen, die durch die Beamtinnen und Beamten schnell unterbunden werden konnten. Dennoch wurden drei Strafanzeigen wegen Körperverletzungsdelikten aufgenommen. Darüber hinaus soll ein 23-Jähriger gegen 16.30 Uhr einer jungen Frau mehrfach ans Gesäß gefasst haben. Im Zuge der Festnahme soll der Tatverdächtige die hinzugerufenen Beamten beleidigt, bespuckt und Widerstand geleistet haben. Nachdem der renitente 23-Jährige für weitere polizeiliche Maßnahmen mit auf die Dienststelle genommen wurde, habe er dort zudem einen Tisch beschädigt. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen Verdachts der sexuellen Belästigung, des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie der Sachbeschädigung ermittelt. Insgesamt kontrollierten die Ordnungshüter im Zuge der Veranstaltung 79 Personen und sprachen acht Platzverweise aus. Insgesamt erfolgten fünf vorläufige Festnahmen beziehungsweise Ingewahrsamnahmen. Auch das bestehende Messerverbot bei öffentlichen Veranstaltungen wurde überwacht. Eine Sicherstellung eines Teppichmessers, was bei einer der Körperverletzungen drohend eingesetzt worden sein soll, war hier die Folge. Zudem nahmen die Uniformierten einen mitgeführten Baseballschläger präventiv in Verwahrung. Darüber hinaus nahmen die Einsatzkräfte mehrere Fundgegenstände entgegen. Am Bahnhof musste die Polizei zudem zweimal einschreiten, als Personen versuchten, die Gleise zu überqueren. Mühlheim am Main: In der Mühlenstadt waren schätzungsweise 12.000 Feiernde unterwegs. Gegen 16.20 Uhr wandte sich eine Autofahrerin an die eingesetzten Beamten und berichtete, dass ihr kurz zuvor von einer Fahrradfahrerin die Vorfahrt genommen worden sei. Anschließend habe die Radlerin sie beleidigt und mit einem Regenschirm auf das Fahrzeug geschlagen, wodurch ein leichter Sachschaden entstand. Die zunächst weitergefahrene Fahrradfahrerin konnte wenig später von der Polizei angetroffen werden. Um 17.45 Uhr ging die Meldung ein, dass eine Person in den Main gesprungen sei. Diese konnte jedoch eigenständig ans Ufer zurückkehren. Eine Rettungswagenbesatzung versorgte die Person, wärmte sie und stellte trockene Kleidung bereit. Danach konnte sie ihren Weg fortsetzen. Nach dem offenkundigen Unfallgeschehen in der Siemensstraße (wir berichteten: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/43561/6218005) hat sich der Zustand des verletzten 51-Jährigen inzwischen stabilisiert. Der Grund für den Sturz ist nach wie vor unklar und Gegenstand der noch laufenden Ermittlungen. Bad Orb: Polizeilichen Schätzungen zufolge nahmen etwa 2.500 Personen an dem Umzug teil. Währenddessen wurden auf zwei Motivwagen insgesamt drei Bengalos verbotenerweise gezündet. Bei den Verantwortlichen wurden die Personalien erhoben. Bei Jugendschutzkontrollen stellten die Beamtinnen und Beamten außerdem bei zwei Jugendlichen und einem Kind Alkohol und eine E-Zigarette sicher. Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Südosthessen - Pressestelle - Spessartring 61 63071 Offenbach am Main Telefon: 069 / 8098 - 1210 (Sammelrufnummer) Thomas Leipold (lei) - 1201 oder 0160 / 980 00745 Felix Geis (fg) - 1211 oder 0162 / 201 3806 Claudia Benneckenstein (cb) - 1212 oder 0152 / 066 23109 Maximilian Edelbluth (me) - 1213 oder 0160 / 96487309 Fax: 0611 / 32766-5014 E-Mail: pressestelle.ppsoh@polizei.hessen.de