Mit gefälschten Rezepten Medikamente erlangt – Untersuchungshaft
Eine 46-jährige Frau steht im Verdacht, seit vergangenem Freitag (13.02.2026) in mehreren Apotheken in Nürnberg und Fürth gefälschte Rezepte vorgelegt zu haben, um damit ein teures Medikament zu bekommen. Die Tatverdächtige befindet sich in Untersuchungshaft.
Eine zunächst unbekannte Frau legte in sieben Apotheken in Nürnberg und Fürth Rezepte vor und bestellte das als sogenannte "Abnehmspritze" bekannte, verschreibungspflichtige Medikament "Mounjaro". In vier Fällen bekam sie das Medikament ausgehändigt und zahlte lediglich die Rezeptgebühr in Höhe von 10 Euro. Der so entstandene Vermögensschaden beläuft sich insgesamt auf rund 5800 Euro.
Bei der internen Rezeptbearbeitung stellten mehrere Apotheken fest, dass das vorgelegte Rezept gefälscht war. Zudem stimmten die darauf vermerkten Personalien nicht mit den bei der Krankenkasse hinterlegten Daten überein. Daraufhin wandten sich die Geschädigten an die Polizei. In der Folge wurden die Apotheken im Umkreis vor dieser Vorgehensweise gewarnt. Obwohl die Unbekannte weiterhin versuchte, Rezepte einzulösen, wurde ihr das Medikament nicht mehr ausgehändigt. Stattdessen verständigten die Angestellten die Polizei.
Zivilbeamten der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte gelang es schließlich am Dienstagabend (17.02.2026), die 46-jährige Tatverdächtige in der Nürnberger Innenstadt vorläufig festzunehmen.
Im weiteren Verlauf führte der Kriminaldauerdienst Mittelfranken die ersten kriminalpolizeilichen Maßnahmen durch. Inzwischen hat das für Betrug, Vermögens- und Fälschungsdelikte zuständige Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts der Urkundenfälschung sowie des Betrugs übernommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wurde die 46-Jährige der zuständigen Ermittlungsrichterin am Amtsgericht Nürnberg vorgeführt, die einen Untersuchungshaftbefehl erließ.
Erstellt durch: Christian Seiler
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