Betrüger erlangen durch Anlagebetrug knapp 24.000 Euro
Gestern (17. Februar 2026) erstattete ein 60-jähriger Mann aus dem Greifswalder Umland Anzeige bei der Polizei in Greifswald, nachdem er Opfer eines Anlagebetrugs geworden war.
Anfang November 2025 stieß der Mann auf die App eines seriös wirkenden Anbieters, der hohe Gewinne bei Geldanlagen versprach. Nach der Registrierung und der Eröffnung eines Kontos in der App meldete sich eine angebliche Finanzassistentin bei ihm. Nach einer Beratung über einen Messengerdienst investierte der 60-Jährige rund 24.000 Euro. Ihm wurde ein Vielfaches dieses Betrages als Gewinn in Aussicht gestellt. Das Geld überwies er auf ausländische Konten.
Als der Geschädigte sich den vermeintlichen Gewinn auszahlen lassen wollte, sollte er zunächst eine Provision bezahlen. Nachdem er dies ablehnte, wurde ihm mitgeteilt, dass eine Auszahlung nicht möglich sei. Daraufhin erstattete der Mann Anzeige wegen Betruges bei der Polizei.
Immer wieder werden Menschen im Internet oder über Smartphone-Apps auf unseriöse Geldanlagen aufmerksam und verlieren dabei häufig ihre gesamten Ersparnisse. Die meist aus dem Ausland agierenden Täterinnen und Täter nutzen hierfür Werbeanzeigen im Internet oder in sozialen Medien, Anrufe von Callcentern oder E-Mails. Für die Betrugsmasche werden eigens eingerichtete, tatsächlich nicht existierende Anlageplattformen für Online-Investments geschaffen. Durch gefälschte Bewertungen vermeintlicher Anleger wird der Eindruck erweckt, mit der Anlage ließen sich hohe Gewinne erzielen. Zudem erstellen die Betrüger professionell wirkende Webseiten, um Vertrauen zu gewinnen.
Die Polizei rät in diesem Zusammenhang:
- Prüfen Sie vermeintliche Anbieter kritisch und recherchieren Sie
nach Bewertungen des Unternehmens. Nicht jede seriös
erscheinende Webseite oder App ist tatsächlich vertrauenswürdig. - Geben Sie keine sensiblen Daten preis. - Seien Sie misstrauisch, wenn Ihnen außergewöhnlich hohe Gewinne
versprochen werden. - Gewähren Sie niemandem Zugriff auf Ihren Computer mittels
Fernwartungssoftware (z. B. AnyDesk oder TeamViewer). - Achten Sie auf möglichen Identitätsdiebstahl und versenden Sie
keine Kopien Ihrer Ausweisdokumente. - Überweisen Sie kein Geld auf unbekannte ausländische Konten von
Privatpersonen oder angeblichen Firmen. - Nehmen Sie Stornierungen oder Warnhinweise Ihrer Bank ernst.
Banken sind für entsprechende Betrugsmaschen sensibilisiert. - Wenden Sie sich im Zweifelsfall an die Polizei.Rückfragen bitte an:
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