Mehrere Betrugsversuche durch falsche Polizeibeamte – Präventionshinweise zeigen Wirkung
Am 17.02.2026 kam es insbesondere im Bereich Zetel zu insgesamt sieben bekannt gewordenen Fällen von Amtsanmaßung durch falsche Polizeibeamte.
In mehreren Fällen erhielten Bürgerinnen und Bürger Anrufe von männlichen Personen, die sich als Polizeivollzugsbeamte ausgaben. Die Anrufer schilderten eine angebliche Festnahme von Straftätern in der Nähe und behaupteten, bei diesen sei eine Liste mit Namen möglicher weiterer Opfer aufgefunden worden, auf der auch der Name der jeweils angerufenen Person stehe. Teilweise wurde von einer angeblichen Raubtat berichtet. Ziel der Anrufe war es offensichtlich, Hinweise auf vorhandene Wertsachen oder Vermögenswerte zu erlangen.
So wurde unter anderem gegen 08:15 Uhr eine Geschädigte telefonisch kontaktiert. Als sie ankündigte, selbst die örtliche Polizei zu verständigen, wurde das Gespräch beendet. Gegen 09:05 Uhr sowie 10:08 Uhr kam es zu weiteren gleichgelagerten Anrufen in der Lilienstraße und im Stubbendränk. Auch hier beendeten die Anrufer das Gespräch, nachdem kritische Nachfragen zur angeblichen Dienststelle gestellt wurden.
In allen angezeigten Fällen wurde das Gespräch jeweils nach kurzer Zeit abgebrochen. Zu einem Vermögensschaden kam es nicht.
Die Polizei weist darauf hin, dass es sich hierbei um eine seit längerem bekannte Betrugsmasche handelt. Ziel ist es, durch das Vortäuschen von Ermittlungen oder Gefahrenlagen Informationen über Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zu erlangen.
Die aktuellen Fälle zeigen, dass Präventionshinweise Wirkung entfalten: Die angerufenen Personen reagierten richtig, stellten kritische Nachfragen, kündigten an, selbstständig die Polizei zu kontaktieren, und beendeten die Gespräche.
Die Polizei empfiehlt weiterhin:
- Seien Sie bei unerwarteten Anrufen misstrauisch, insbesondere wenn von Straftaten in Ihrer Nähe berichtet wird.
- Geben Sie am Telefon keine Auskünfte über persönliche oder finanzielle Verhältnisse.
- Beenden Sie das Gespräch und wählen Sie selbstständig die Ihnen bekannte Rufnummer Ihrer örtlichen Polizeidienststelle.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
Wer entsprechende Anrufe erhält, sollte diese umgehend der Polizei melden.
Rückfragen bitte an:
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