Falsche Bankmitarbeiter bringen zwei 86-Jährige um Bankkarten und Bargeld

Am Samstag, 21. Februar, haben mehrere Seniorinnen und Senioren aus Venn und Odenkirchen einen Betrug zur Anzeige gebracht. Gegen 11 Uhr klingelte das Telefon bei einer 86-Jährigen. Der Mann am anderen Ende meldete sich als "Herr Klein" und erklärte der Frau, dass er Mitarbeiter bei "Sicherheit der Banken" sei und dass es zu Sicherheitslücken im System gekommen sei im Rahmen derer jemand versucht haben soll, Geld von ihrem Girokonto abzubuchen. Der Mann erklärte weiter, dass nun ein weiterer Mitarbeiter bei der Seniorin vorbeikommen müsse, um ihre Bankkarte sowie den Bestand ihres Bargeldes zu prüfen. Die 86-Jährige teilte daraufhin ihre Anschrift mit und eine gute halbe Stunde später stand eine unbekannte Frau an der Haustür, die sich als "Frau Nowak" vorstellte und sowohl das im Haus vorhandene Bargeld, als auch die Bankkarte von der Seniorin forderte. Beides händigte die 86-Jährige der Unbekannten aus. Nach einem kurzen Blick stellte die angebliche Bankmitarbeiterin fest, dass es sich bei dem Bargeld um Falschgeld handele und die Bankkarte rechtswidrig verwendet würde. Aus diesen Gründen müsse sie beides einbehalten. Damit die Seniorin eine neue Bankkarte inklusive PIN bekommen könne, benötige die Unbekannte die PIN der vorliegenden Bankkarte. Diese nannte die 86-Jährige ihr ebenfalls. "Herr Klein" blieb während der ganzen Zeit am Telefon und erklärte die weiteren Schritte. Als die Frau die Örtlichkeit verließ und der Mann kurz danach das Telefonat beendete, schilderte die 86-Jährige ihrer Tochter den Vorfall und gemeinsam brachten sie den Betrug zur Anzeige bei der Polizei. Ganz ähnlich lief ein Betrug bei einem 86-Jährigen in Venn ab. Bei ihm klingelte das Telefon gegen 12.30 Uhr und es meldete sich ein Mann am anderen Ende der Leitung, der vorgab Bankmitarbeiter zu sein. Er setzte den Senior darüber in Kenntnis, dass bereits Abbuchungen von seinem Konto getätigt worden seien und ob er sich diese erklären könne, denn man vermute seitens der Bank einen Betrug. Als der Senior verneinte, erklärte der Mann, dass es nun notwendig sei, die Bankkarte inklusive PIN an einen weiteren Bankmitarbeiter auszuhändigen, der wiederum gleich vorbeikommen würde. Kurze Zeit später stand ein "Herr Klein" vor der Haustüre des 86-Jährigen. Diesem übergab er, wie gefordert, die Bankkarte inklusive PIN in der Annahme, er würde die Karte deaktivieren. Als der Mann die Örtlichkeit verließ, kamen dem Senior Zweifel an der Richtigkeit des Geschehenen. Er rief seinen Sohn an und gemeinsam erstatten sie Anzeige bei der Polizei. Die Polizei Mönchengladbach hat die Ermittlungen in den Fällen aufgenommen und warnt: Seriöse Unternehmen und Bankhäuser nehmen nicht unaufgefordert Kontakt zu ihren Kunden auf. Sollte sich ein Servicemitarbeiter bei Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben: Legen Sie einfach den Hörer auf und rufen Sie in der Bank an, in der der Mitarbeiter vermeintlich arbeitet. Geben Sie auf keinen Fall private Daten z.B. Bankkonto- oder Kreditkartendaten oder Zugangsdaten zu Kundenkonten (z.B. PayPal) heraus. (cr) Rückfragen von Journalisten bitte an: Polizei Mönchengladbach Pressestelle Telefon: 02161 29 10222 E-Mail: pressestelle.moenchengladbach@polizei.nrw.de