BPOLI MD: 35-Jährige greift helfenden Zugbegleiter an, schlägt diesen und beschädigt Dienstkleidung
Am Dienstag, den 24. Februar 2026 nutzte eine weibliche Person einen Intercity-Express auf der Fahrt von Hannover in Richtung Berlin. Bei der Fahrscheinkontrolle händigte die 35-Jährige dem Zugchef lediglich ein Quer-durchs-Land-Ticket aus. Der Kontrolleur machte sie darauf aufmerksam, dass jenes nicht für Fernverkehrszüge gilt, erläuterte ihr die Situation geduldig, erstellte eine Fahrpreisnacherhebung und suchte ihr hilfsbereit sogar eine Alternativroute mit Regionalzügen von Wolfsburg in Richtung Berlin heraus. Demnach sollte sie den Express in Wolfsburg verlassen. Sie verweilte jedoch weiter im Zug und ging nach Weiterfahrt des Intercity-Expresses gezielt auf den Zugchef zu, schlug mit der Faust auf dessen rechte Körperseite und beschädigte durch Festhalten und Ziehen seine Dienstjacke. Daraufhin wurde über die Notfallleitstelle der Bahn in Leipzig um 08:45 Uhr die Bundespolizei informiert und um Unterstützung gebeten. Verständigte Beamte waren mit Einfahrt des relevanten Zuges an dem Ankunftsgleis am Hauptbahnhof Stendal. Die Bundespolizisten nahmen von allen involvierten Personen die Personalien auf und die Tatverdächtige mit in das nahegelegene Bundespolizeirevier. Der angegriffene Zugchef klagte über Schmerzen im Bauch und musste seinen Dienst abbrechen. Das Hinzuziehen eines Rettungswagens lehnte er jedoch ab. Da es keinen Ersatz für ihn gab, mussten die circa 100 Reisenden den Intercity-Express verlassen. Sie konnten 45 Minuten später durch einen weiteren regulär eingesetzten Schnellzug aufgenommen und Richtung Berlin befördert werden. Gegen die ivorische Staatsangehörige wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Betruges, Hausfriedensbruch, Körperverletzung und Sachbeschädigung eingeleitet.
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