Ansprechen von Kindern
Die Polizei Meine ermittelt derzeit in zwei Fällen, bei denen Kinder aus einem schwarzen Pkw heraus von einer bislang unbekannten Frau angesprochen wurden. Am gestrigen Tag meldete sich telefonisch eine Mutter und schilderte, dass ihre 8-jährige Tochter bereits am Montagnachmittag im Triftweg in Isenbüttel von einer fremden Frau aus einem schwarzen Pkw angesprochen worden sei. Das Mädchen reagierte besonnen, ging auf das Gespräch nicht ein und entgegnete, dass es zu seiner Mutter müsse. Anschließend entfernte sich das Fahrzeug.
Am heutigen Morgen wurde ein weiterer Sachverhalt angezeigt. Eine Mutter berichtete, dass ihre 14-jährige Tochter am Morgen in der Hauptstraße in Adenbüttel ebenfalls von einer fremden Frau aus einem schwarzen Pkw heraus angesprochen worden sei. Die Frau habe gefragt, ob sie sie mitnehmen solle. Das Kind lehnte das Angebot ab und informierte umgehend telefonisch ihre Mutter. Das Fahrzeug entfernte sich daraufhin.
In beiden Fällen haben die Kinder richtig gehandelt, indem sie nicht auf das Gespräch beziehungsweise das Mitnahmeangebot eingegangen sind, Abstand gewahrt und sich unmittelbar an eine Vertrauensperson gewandt haben. Dieses umsichtige Verhalten ist ausdrücklich hervorzuheben.
Die Polizei nimmt entsprechende Hinweise sehr ernst. Wenn Kinder auf der Straße oder aus Fahrzeugen heraus von fremden Personen angesprochen werden, sorgt das verständlicherweise für Verunsicherung bei Eltern und Erziehungsverantwortlichen. Nach derzeitigem Stand liegen jedoch keine konkreten Hinweise auf eine strafbare Handlung vor. Zu dem beschriebenen Fahrzeug oder zur Identität der Fahrerin konnten bislang keine weiteren Erkenntnisse erlangt werden.
Unabhängig davon empfiehlt die Polizei, mit Kindern altersgerecht über angemessenes Verhalten in solchen Situationen zu sprechen: Sie sollten nicht zu fremden Personen ins Fahrzeug steigen, persönliche Daten wie Wohnanschrift oder Schulweg nicht preisgeben, deutliche Ablehnung zeigen und sich in sichere Bereiche begeben oder Hilfe bei bekannten Erwachsenen suchen.
Zugleich appelliert die Polizei, Hinweise über angebliche Vorfälle nicht ungeprüft über soziale Netzwerke oder Messenger-Dienste weiterzuverbreiten. Unbestätigte Informationen können schnell zu Gerüchten und unnötiger Verunsicherung führen. Wer Beobachtungen macht oder sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich umgehend über den Notruf 110 oder bei der örtlich zuständigen Polizeidienststelle zu melden.
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Christoph Nowak
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