Bundespolizeidirektion München: Haftbefehl, Springmesser im Auto, falscher Führerschein und unerlaubt eingereist: Bundespolizeiinspektion Freilassing stellt mehrere Verstöße fest
Freilassing - Im Rahmen einer grenzpolizeilichen Kontrolle am Mittwoch, den 25. Februar, hat die Bundespolizei an der A94 einen 30-jährigen ungarischen Staatsangehörigen überprüft. Hierbei wies sich der Mann mit einer ungarischen ID-Karte aus. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs wurde in der Mittelkonsole ein Springmesser aufgefunden und sichergestellt. Aufgrund dessen wurde der 30-jährige wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde die Weiterreise gestattet.
Am selben Morgen kontrollierten Einsatzkräfte auf der A94 bei Neuötting eine 44-jährige bulgarische Staatsangehörige, die als Mitfahrerin in einem PKW mit rumänischer Zulassung unterwegs war. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass sich die Frau mit einer gültigen rumänischen ID-Karte auswies, jedoch einen gefälschten bulgarischen Führerschein vorlegte. Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde eine Sicherheitsleistung erhoben. Der gefälschte Führerschein wurde sichergestellt und die Frau konnte ihre Reise nach Abschluss der Maßnahme fortsetzen.
Einige Stunden später überprüften Einsatzkräfte der Bundespolizei Freilassing einen 27- jährigen Mann in einem Einreisezug am Bahnhof Freilassing. Der Mann konnte keinerlei Ausweisdokumente und auch kein Zugticket vorlegen. Somit besteht der Verdacht des Erschleichens von Leistungen. Während der Kontrolle gab der 27-jährige zunächst an, irakischer Staatsangehöriger zu sein und machte entsprechende Personalangaben. Eine Überprüfung seiner Fingerabdrücke ergab, dass der Mann jedoch somalischer Staatsangehöriger und durch das Regierungspräsidium Karlsruhe als ausreisepflichtiger Ausländer ausgeschrieben ist. Zudem besteht gegen ihn seit Dezember 2025 ein auf fünf Jahre befristetes Einreise- und Aufenthaltsverbot. Es besteht der Verdacht der versuchten Einreise entgegen eines bestehenden Einreiseverbotes und zusätzlich der Verdacht falscher Angaben zur Identität. Der Mann wurde vorläufig festgenommen und zur Dienststelle der Bundespolizei in Freilassing verbracht. Der 27-jährige wurde noch am selben Tag nach Österreich zurückgewiesen. Einen Tag später versuchte er fußläufig über die Saalbrücke einzureisen. Einsatzkräfte kontrollierten den Mann erneut, der nach Identitätsfeststellung einem Richter vorgeführt wurde. Der 27-jährige wurde im Anschluss in Untersuchungshaft gebracht.
Am 26. Februar kontrollierten Einsatzkräfte der Bundespolizei Freilassing ebenfalls auf der Saalbrücke eine 42-jährige österreichische Staatsbürgerin. Die fahndungsmäßige Überprüfung ergab einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Essen aufgrund von Betrug. Nachdem die Frau die geforderte Geldstrafe von 800 Euro nicht begleichen konnte, wurde sie in eine nahegelegene Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
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