Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 – Polizei Hagen stellt die aktuellen Zahlen vor
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Am 2. März 2026 stellten Hagens Polizeipräsidentin Ursula Tomahogh sowie der Leiter der Direktion Kriminalität, Kriminaldirektor Gereci, die Hagener Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2025 vor.
Überblick
- Kriminalität in Hagen weiter rückläufig - Aufklärungsquote
weiterhin über dem Landesdurchschnitt - Gewaltkriminalität und
Straßenkriminalität erfahren im Jahr 2025 RückgangDie Kriminalitätszahlen sind in Hagen weiterhin rückläufig. Waren es im Jahr 2024 noch 17.653 Straftaten, so wurden für das Jahr 2025 mit 16.323 insgesamt 1.330 Straftaten weniger verzeichnet. Das bedeutet einen Rückgang um 7,53 Prozent. Zeitgleich ist die Aufklärungsquote für das Jahr 2025 leicht gesunken, liegt aber mit 58,19 Prozent nach wie vor auf einem guten Niveau und über dem Landesschnitt von 53,69 Prozent. "Im letzten Jahr haben wir an dieser Stelle das Ziel ausgerufen, die Kriminalität in Hagen weiter einzudämmen. Der deutliche Rückgang der Fallzahlen und die nach wie vor gute Aufklärungsquote sprechen für die professionelle und akribische Arbeit der Polizei Hagen in allen Bereichen. Nun gilt es, an den Trend der sinkenden Fallzahlen, der nun bereits seit 2022 kontinuierlich andauert, anzuknüpfen.", so Polizeipräsidentin Ursula Tomahogh.
Wie schon im Jahr davor wurden für 2025 in Hagen sieben Tötungsdelikte erfasst. Fünf Mal blieb es beim Versuch, bei zwei Fällen handelt es sich um vollendete Tötungsdelikte. Den Ermittlern der Hagener Kriminalpolizei gelang es, alle sieben Taten aufzuklären.
Für die Gesamtzahl der Straftaten, die der Gewaltkriminalität zuzuordnen sind, ist ebenfalls für das Jahr 2025 ein Rückgang zu verzeichnen. Hier sind 708 Fälle, und somit 47 weniger als im Jahr 2024, in die Statistik eingegangen. Nachdem die Aufklärungsquote für die Gewaltdelikte 2024 leicht gesunken war, ist für 2025 ein Anstieg um 4,67 Prozent auf 79,24 Prozent zu verzeichnen. Für die einzelnen Straftaten der Gewaltkriminalität ist festzuhalten, dass es bei den Raubdelikten eine gleichbleibende Entwicklung gab. Hier ist die Zahl 177 aus dem Jahr davor auch für das Jahr 2025 verzeichnet worden. Bei gleichbleibender Fallzahl ist die Aufklärungsquote jedoch um 10,17 Prozent auf 74 Prozent angestiegen. Auch im Deliktsbereich der gefährlichen und schweren Körperverletzung ist für 2025 ein Rückgang um 44 Taten auf insgesamt 483 Fälle zu erkennen. Gleiches gilt für die einfachen Körperverletzungen, die in der Kriminalstatistik jedoch nicht der Gewaltkriminalität zugeordnet werden. Hier wurden für das Jahr 2025 1.455 Fälle erfasst. 23 weniger als im Jahr 2024.
Das Tatmittel "Messer" wurde im Jahr 2025 in 99 Fällen eingesetzt. Hier ist im Vergleich zum Jahr davor ein leichter Anstieg um 10 Taten zu verzeichnen. "Analog zur landesweiten Kampagne "Besser ohne Messer" haben wir uns in Hagen die intensive Bekämpfung der Messerkriminalität auf die Agenda geschrieben. Der Einsatz eines Messers führt zu schwersten oder gar tödlichen Verletzungen und stellt auch für die Einsatzkräfte eine große Bedrohung dar. Wir wollen die Fallzahlen senken und arbeiten dazu neben Schwerpunkteinsätzen auch mit dem Instrument der individuellen Waffentrageverbote.", betont Polizeipräsidentin Tomahogh.
"Erfreulicherweise setzt sich der Trend der sinkenden Fallzahlen auch bei den Vergewaltigungen weiter fort. Für 2025 wurden in Hagen 40 Taten erfasst. Das sind drei weniger als im Jahr 2024. In 38 Fällen bestand eine Vorbeziehung zwischen Täter und Opfer aus dem sozialen Umfeld. Es wird also deutlich, dass die Vergewaltigungen, bei denen sich Täter und Opfer vorher nicht kannten, noch immer eine absolute Ausnahme darstellen.", resümiert Kriminaldirektor Robert Gereci. Auch der Deliktsbereich der sexuellen Belästigungen ist rückläufig. Waren es im Jahr 2024 noch 64 Taten, so sind für 2025 insgesamt 53 Fälle verzeichnet worden.
Nachdem für den Bereich der Straßenkriminalität in 2024 ein leichter Anstieg zu verzeichnen war, lässt sich für das Jahr 2025 ein deutlicher Rückgang erkennen. Wurden 2024 noch 3.406 Taten erfasst, so sind für das Jahr 2025 noch 2.967 Taten polizeibekannt geworden. Ein Rückgang um knapp 13 Prozent. Mit einem Blick auf die Zahlen für die sogenannten Konzeptbereiche der Polizei Hagen lässt sich für den Hauptbahnhof ein Rückgang um 33 Taten auf 204 feststellen. Für Altenhagen und Wehringhausen ist ein Anstieg um 54 Fälle auf insgesamt 388 Sachverhalte erkennbar.
Betrachtet man die Zahlen für den Wohnungseinbruchsdiebstahl, so ist zu erkennen, dass die Taten im Jahr 2025 um 71 auf insgesamt 261 zurückgegangen sind. Knapp 13 Prozent der Einbrüche konnten die Ermittler aufklären.
Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen an der Gesamtzahl der Straftaten lag im Jahr 2024 bei 44,82 Prozent und ist im vergangenen Jahr leicht auf 44,91 Prozent angestiegen. Insbesondere in dem Deliktsbereich Diebstahl (54,4 Prozent), der Gewaltkriminalität (51,8 Prozent) und der Straßenkriminalität (43,8 Prozent) sind hier Schwerpunkte zu erkennen. Setzt man diese Zahlen in Relation zu dem Anteil Nichtdeutscher an der Gesamtbevölkerung in Hagen (2025: 24 Prozent) so ist zu erkennen, dass der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen an der Gesamtzahl der Straftaten, wie auch im vergangenen Jahr, überproportional hoch ist. (sen)
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