Mann durch Spannungsüberschlag einer Oberleitung verletzt
Am 04.03.2026 gegen 12:07 Uhr erhielt die Bundespolizeiinspektion Hamburg die Einsatzmeldung, dass bei Landschaftsarbeiten auf einem Privatgrundstück entlang der Fernbahnstrecke Hamburg - Lübeck, Bereich Wandsbek, auf Höhe der Straßenkreuzung Holstenhofweg/ Ziethenstraße, ein Bauarbeiter eine Verletzung durch die Oberleitung der Fernverkehrsstrecke erlitten habe.
Umgehend wurde über die Rettungskette die Landespolizei Hamburg, die Bundespolizei sowie die Feuerwehr angefordert.
Durch die ersteintreffende Feuerwehr wurde die Person rettungsdienstlich versorgt. Zu diesem Zeitpunkt bestand keine Gefahr für den Bahnverkehr oder die eingesetzten Einsatzkräfte, da die Person bereits aus dem Gefahrenbereich gerettet und durch die Ersthelfer zur nahegelegenen Straße verbracht wurde. Der verletzte Arbeiter wurde anschließend mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus verbracht. Lebensgefahr konnte vor Ort ausgeschlossen werden. Nach Informationen der Bundespolizei wurde der Mann im Laufe des 04.03.2026 aus dem Krankenhaus wieder entlassen. Zu seinem derzeitigen Gesundheitszustand kann die Bundespolizei keine Angaben machen.
Ermittlungen der Bundespolizei ergaben, dass der 41-jährige Bauarbeiter einer beauftragten Landschaftsbaufirma einen Ast, der bei den durchgeführten Arbeiten auf einem Privatgrundstück auf die Oberleitung fiel, selbstständig aus der Oberleitung entfernen wollte. Dabei sei es zu einem Lichtbogen und Stromübertrag auf den Körper des deutschen Bauarbeiters gekommen.
Nach erster Inaugenscheinnahme durch den angeforderten Notfallmanager der DB AG konnten keine Beschädigungen oder Beeinträchtigungen für den Bahnverkehr festgestellt werden. Nach dem Kenntnisstand der Bundespolizei entstanden keine bahnbetrieblichen Auswirkungen durch den Vorfall.
Um 12:36 Uhr wurde der Polizeieinsatz vor Ort beendet.
Die Bundespolizei warnt:
"Oberleitungen führen 15.000 Volt Starkstrom. Das ist etwa 65-mal stärker als der Strom einer Haushaltssteckdose. Ein Sicherheitsabstand von mindestens 1.5 m ist zwingend, da der Strom als Lichtbogen überspringen kann - ohne die Leitung zu berühren. Die Leitungen stehen immer unter Strom, auch wenn kein Zug fährt. Klettern Sie niemals auf Züge, Waggons oder Masten! Halten Sie keine Gegenstände wie z.B. Äste oder Drachen in die Nähe von Oberleitungen! Das sind lebensgefährliche Handlungen!"
WL
Rückfragen bitte an:
Pressesprecher
Woldemar Lieder
Telefon: 0173-678 34 61
E-Mail: pressestelle.hamburg@polizei.bund.de
Bundespolizeiinspektion Hamburg
Wilsonstraße 49 - 53b
22045 Hamburg