Ermittlungen nach Sparkassen-Einbruch schreiten voran – „BAO Bohrer“ wird in Ermittlungskommission „Kernbohrer“ überführt
Nach dem Einbruch in eine Filiale der Sparkasse in Gelsenkirchen-Buer Ende Dezember 2025 schreiten die umfangreichen Ermittlungen der Gelsenkirchener Polizei weiter voran. Um den zwischenzeitlich veränderten Anforderungen gerecht zu werden, wird die hierfür eingerichtete Besondere Aufbauorganisation (BAO) "Bohrer" mit sofortiger Wirkung in die neu gebildete Ermittlungskommission (EK) "Kernbohrer" überführt.
Mit dieser Anpassung gleicht die Polizei ihre Strukturen den aktuellen Erfordernissen des Verfahrens an. Ziel ist es, die komplexen und intensiven Ermittlungen auch im weiteren Verlauf professionell, effizient und mit klaren Zuständigkeiten fortzuführen.
Ein Schwerpunkt der Ermittlungen liegt derzeit auf den umfangreichen Vernehmungen der mehr als 3100 geschädigten Schließfachinhaberinnen und -inhaber. Bislang wurden bereits über 2300 der Geschädigten vernommen. Weitere Termine sind vereinbart und stehen aus, um eine vollständige Sachverhaltsaufklärung zu gewährleisten. Die Polizei Gelsenkirchen bittet in diesem Zusammenhang weiterhin alle Geschädigten, die anberaumten Vernehmungstermine bei der Polizei wahrzunehmen. Das Erscheinen zur polizeilichen Vernehmung wurde durch die zuständige Staatsanwaltschaft Essen angeordnet. Zur Terminvereinbarung und für weitere Rückfragen ist die eingerichtete Hotline unter der Rufnummer 0209 365 1661 zu erreichen.
Neben der Geschädigtenvernehmung legt die Polizei einen weiteren Schwerpunkt auf die andauernde Auswertung von umfangreich sichergestellten Spuren sowie auf die Prüfung der knapp 650 eingegangenen Hinweise. Die zahlreichen nach der Tat im Tresorraum aufgefundenen und durch die Polizei asservierten Gegenstände der Geschädigten bleiben weiterhin in polizeilicher Verwahrung. Über die Herausgabe entscheidet die zuständige Staatsanwaltschaft, sobald die Gegenstände nicht mehr als Beweismittel für das Verfahren benötigt werden.
Kriminaldirektor André Dobersch, der zum einen die Direktion Kriminalität bei der Polizei Gelsenkirchen leitet und zum anderen die "BAO Bohrer" geführt hat, erklärt hierzu: "Mir ist bewusst, welche Belastung der Sparkassen-Einbruch für die Betroffenen darstellt. Gerade deshalb setzen wir alles daran, die Tat umfassend aufzuklären und die Abläufe für die Geschädigten so transparent wie möglich zu gestalten. Die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Polizeikräfte sowie die strukturierte Vorgehensweise ermöglichen es uns, den komplexen Sachverhalt Schritt für Schritt aufzuklären. Die Überführung der BAO in die EK Kernbohrer ist nun ein folgerichtiger und sinnvoller Schritt, um die Ermittlungen weiterhin zielgerichtet voranzutreiben."
Die Polizei bittet die Geschädigten weiterhin um Geduld und Verständnis für die Dauer der Maßnahmen. Hinweise zur Tat oder zu den unbekannten Tätern nimmt die Polizei unter der Hinweisnummer 0209 365 8112 oder über das geschaltete Hinweisportal unter dem Link https://nrw.hinweisportal.de/ entgegen.
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