Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 vorgestellt

Gestern, am Montag, den 9. März, stellten Landrat Markus Ramers und der Leiter der Direktion Kriminalität, Kriminaloberrat Ulrich Linden, die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2025 für die Kreispolizeibehörde Euskirchen vor. Die Gesamtfallzahlen im Kreis Euskirchen sind erstmals seit mehreren Jahren rückläufig. Die Zahl der Straftaten im Kreis Euskirchen ist insgesamt gesunken: Im Jahr 2025 wurden 11.132 Straftaten registriert, verteilt auf den Nordkreis mit 7.451 Fällen und den Südkreis mit 3.405 Fällen. Gleichzeitig konnte die Aufklärungsquote erneut gesteigert (61 Prozent) werden. Dies bedeutet im Landesvergleich einen erfreulichen Platz Drei. Nach den Worten des Behördenleiters ist diese Entwicklung kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter, professioneller und engagierter Polizeiarbeit. Straftaten würden im Kreis Euskirchen nicht nur registriert, sondern mit Nachdruck verfolgt und zunehmend erfolgreich aufgeklärt. Insgesamt wurden 5.054 Tatverdächtige ermittelt, davon 73,9 Prozent männlich und 26,1 Prozent weiblich. Besonders erfreulich ist laut Ramers der Rückgang in Deliktsbereichen, die die Bürger unmittelbar betreffen. Weniger Straftaten bedeuten demnach mehr Sicherheit im öffentlichen Raum, im Wohnumfeld sowie im Alltag der Menschen im Kreisgebiet. Auch im Bereich der Gewalt gegen Polizeibeamte zeigte sich eine positive Entwicklung. Die Zahl der Widerstände und tätlichen Angriffe gegen Vollstreckungsbeamte ist rückläufig. Dies wertete Ramers als wichtiges Signal für mehr Respekt gegenüber Einsatzkräften, die täglich für die Sicherheit der Bevölkerung eintreten. Der Behördenleiter betonte zudem die Bedeutung strategischer Maßnahmen für diese Entwicklung. Lageangepasste strategische Fahndungen würden gezielt angeordnet, um Fahndungsdruck zu erhöhen, sichtbare Polizeipräsenz zu stärken und messbare Ergebnisse zu erzielen. Die aktuelle Kriminalstatistik belege, dass diese Sicherheitsstrategie Wirkung zeige. Ein weiterer Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit sei die Bahnhofssicherheits-Offensive in Euskirchen. Gemeinsam mit der Stadt Euskirchen, der Bundespolizei sowie der Deutsche Bahn Sicherheit werden seit Oktober 2025 regelmäßig gemeinsame Streifengänge durchgeführt. Bislang fanden rund 20 sogenannte "Quadrostreifen" statt. Darüber hinaus wurden zehn Hausverbote ausgesprochen sowie 20 Strafanzeigen wegen Verstößen gegen bestehende Hausverbote gefertigt. Ziel der Maßnahmen sei es, durch Präsenz, Kontrollen und enge Zusammenarbeit die Sicherheit im Bahnhofsbereich nachhaltig zu stärken. Ramers hob außerdem die Arbeit der Kriminalpolizei hervor. Die positiven Entwicklungen bei Fallzahlen und Aufklärungsquote seien insbesondere ein Ergebnis der professionellen und engagierten Ermittlungsarbeit der vier Kriminalkommissariate in Euskirchen und Schleiden. Durch konsequente Ermittlungen würden Straftäter identifiziert und zur Verantwortung gezogen, was sowohl das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung als auch das Vertrauen in den Rechtsstaat stärke. Abschließend stellte der Behördenleiter fest, dass sich die Sicherheitslage im Kreis Euskirchen stabilisiere und weiter verbessere. Gleichzeitig betonte er, dass jede Straftat eine zu viel sei. Hinter jeder Tat stehe ein Mensch, der betroffen sei. Deshalb werde die Polizei ihre Arbeit weiterhin wachsam, konsequent und bürgernah fortsetzen. Die vollständige Präsentation der Polizeilichen Kriminalstatistik 2025 für den Kreis Euskirchen finden Sie auf der Internetseite der Polizei Euskirchen unter: https://euskirchen.polizei.nrw/kriminalstatistik Rückfragen von Medienvertretern bitte an: Kreispolizeibehörde Euskirchen - Pressestelle - Telefon: 0 22 51 / 799-299 Fax: 0 22 51 / 799-90209 E-Mail: pressestelle.euskirchen@polizei.nrw.de Internet: