Bundespolizeidirektion München: Schlafende wollen ICE nicht verlassen / Widerstand und Beleidigung gegen Bundespolizisten

Am Mittwochabend (11. März) leisteten zwei Männer im Münchner Hauptbahnhof Widerstand gegen Bundespolizisten, nachdem sie einen ICE am Endhaltepunkt nicht verlassen wollten. Einer der beiden war wenige Stunden zuvor bereits negativ aufgefallen. Gegen 22:15 Uhr wurde die Bundespolizeiinspektion München durch die Betriebsüberwachung der Deutschen Bahn darüber informiert, dass sich zwei schlafende Personen in einem ICE befanden, der mit dem Hauptbahnhof bereits seinen Endhaltepunkt erreicht hatte. Da beide den Zug trotz Aufforderung nicht verlassen wollten, wurde eine Streife der Bundespolizei zum Einsatzort entsandt. Die Beamten trafen im Zug auf einen 39-jährigen polnischen Staatsangehörigen sowie einen 39-jährigen litauischen Staatsangehörigen, beide ohne festen Wohnsitz. Nachdem die Einsatzkräfte die Männer geweckt und zum Verlassen des Zuges aufgefordert hatten, reagierten diese sofort aggressiv und beleidigten die Beamten. Erst nach dem Eintreffen einer weiteren Streife verließen die beiden Männer den Zug, versuchten jedoch anschließend, sich der Kontrolle zu entziehen. Als die Beamten sie festhalten wollten, rissen sich beide mit erheblichem Kraftaufwand los. Die Bundespolizisten brachten die Männer daraufhin zu Boden und legten ihnen Handfesseln an. Beide Personen wurden zur weiteren Bearbeitung zur Dienststelle der Bundespolizei in der Denisstraße gebracht. Ein Atemalkoholtest beim litauischen Staatsangehörigen ergab einen Wert von 3,07 Promille. Der polnische Staatsangehörige verweigerte einen entsprechenden Test. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I wurden beide Männer nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Bundespolizei ermittelt wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung. Bereits am selben Nachmittag gegen 17:15 Uhr war der polnische Staatsangehörige in der Nähe des Hauptbahnhofes gegenüber einer Streife der Bundespolizei aggressiv aufgefallen. Auch dort hatte er sich einer Kontrolle widersetzt. Rückfragen bitte an: Sina Dietsch Bundespolizeiinspektion München Denisstraße 1 - 80335 München Pressestelle Telefon: 089 515550-1103 E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Zum räumlichen Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München gehören drei der vier größten bayerischen Bahnhöfe. Er umfasst neben der Landeshauptstadt und dem Landkreis München die benachbarten Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg. Sie finden unsere Wache und unseren Dienstsitz für die nichtoperativen Bereiche mit dem Ermittlungsdienst in der Denisstraße 1, rund 500m fußläufig vom Hauptbahnhof entfernt. Das Revier befindet sich im Ostbahnhof. Zudem gibt es Diensträume am Hauptbahnhof, in Pasing und Freising. Weitere Informationen erhalten Sie über oben genannte Kontaktadresse oder unter sowie unter .