BPOLI MD: 37-Jähriger ohne Fahrschein im ICE – flüchtet über Gleise und führt Messer mit sich
Am Sonntagmorgen, den 15. März 2026 informierte die Notfallleitstelle der Bahn die Bundespolizeiinspektion Magdeburg um 09:55 Uhr über eine männliche Person ohne Fahrausweis im Intercityexpresses auf der Fahrt von Berlin nach Stendal. Alarmierte Bundespolizisten erwarteten den Zug bei dessen planmäßiger Einfahrt im Hauptbahnhof Stendal. Zur zweifelsfreien Feststellung der Identität wurde der Ticketlose aufgefordert, die Bundespolizisten zur Dienststelle zu begleiten. Dieser Aufforderung kam er vorerst nach, versuchte dann dem direkten Weg zur Dienststelle auszuweichen und sich gegen die Laufrichtung zu stemmen, so dass die Beamten den Mann führen mussten. Kurz vor den Diensträumen riss dieser sich plötzlich los, übersprang ein Geländer, flüchtete Richtung Ende des Bahnsteiges 1 und begab sich ins Gleisbereich und überquerte einmal komplett die Schienenanlagen in Richtung Gewerbegebiet. Die ortskundigen Beamten konnten mit Unterstützung hinzugezogener Kräfte, den Aufenthaltsort des Geflüchteten eingrenzen und ihn schließlich unter einem Gebüsch feststellen. In Handfesseln wurde er in die Diensträume gebracht, dabei verhielt sich der 37-Jährige unkooperativ und beschimpfte die Einsatzkräfte. Bei der sich anschließenden Durchsuchung wurden ein Klappmesser und ein Armbandmesser fest- und sichergestellt. Außerdem konnte mittels aufgefundener Hinweise die Identität des Armeniers zweifelsfrei festgestellt werden. Gegen den Mann wurden Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, Erschleichen von Leistungen, Beleidigung und Wider-stand gegen Vollstreckungsbeamte sowie ein
Ordnungswidrigkeitenverfahren nach der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung wegen unerlaubtem Aufenthalt in den Gleisen eingeleitet.
Rückfragen bitte an:
Bundespolizeiinspektion Magdeburg
Telefon: +49 (0) 391-56549-505
E-Mail: bpoli.magdeburg.oea@polizei.bund.de
X: @bpol_pir