Fallzahlen minimal gestiegen – Aufklärungsquote über Landesschnitt – Leiter des Zentralen Kriminaldienstes Polizeioberrat Martin Kaliebe zeigt sich dennoch mit dem Ergebnis zufrieden
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Kriminalitätslage in der Polizeiinspektion Stade - Presseinformation zur Vorstellung der PKS 2025
Im Berichtsjahr 2025 wurden für den Bereich der Polizeiinspektion Stade 10.134 Straftaten statistisch erfasst. Dies bedeutet entgegen des Trends in den anderen Polizeiinspektionen der Polizeidirektion Lüneburg einen leichten Anstieg von 121 Taten (+1,21%) im Vergleich zum Jahr 2024.
In der Polizeiinspektion Stade wurde mit 63,45% die vierthöchste Aufklärungsquote im Bereich der PD Lüneburg erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Aufklärungsquote um 0,11%-Punkte gestiegen. Sie liegt damit leicht über dem Werten auf Landesebene (62,72%) aber unter dem der Polizeidirektion Lüneburg (64,61%).
Im Berichtsjahr 2025 konnten im Bereich der Polizeiinspektion Stade 4.718 Tatverdächtige ermittelt werden. Dies bedeutet einen Rückgang um -1,34% (-64). Der Rückgang erstreckt sich auf alle Altersgruppe mit Ausnahme der Erwachsenen. Bei den Tatverdächtigen ab 21 Jahre liegt ein minimaler Anstieg von 0,08% (+3) vor.
Die Häufigkeitskennzahl in der Polizeiinspektion Stade (Landkreis Stade) beträgt im aktuellen Berichtsjahr 4.879 pro 100.000 Einwohner und liegt somit deutlich unter dem direktions- und niedersachsenweiten Wert.
Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und -beamte und Rettungskräfte weiterhin auf hohem Niveau
Im Berichtsjahr 2025 kam es in 65 Fällen zu Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamte. Dabei wurden 161 (115 männlich, 46 weiblich) PVB zum Opfer. 23 PVB wurden leicht verletzt.
Polizeipräsidentin Kathrin Schuol dazu: "Die weiterhin hohe Zahl an Gewalttaten, denen unsere Kolleginnen und Kollegen im Dienst ausgesetzt sind, erfüllt mich, wie bereits in den vergangenen Jahren, mit größter Sorge. Polizistinnen und Polizisten, Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner sowie Rettungskräfte leisten tagtäglich einen unverzichtbaren Dienst für unsere Gesellschaft: Sie helfen Menschen in Not, schützen unsere Demokratie und wahren die Rechte jedes Einzelnen. Dafür verdienen sie nicht nur unseren Respekt, sondern auch echten Schutz und Sicherheit bei der Ausübung ihrer Tätigkeit.
Jeder tätliche Angriff auf eine Polizeibeamtin oder einen Polizeibeamten ist nicht nur ein Angriff auf die betroffene Person, sondern zugleich ein Angriff auf unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung. Gewalt gegen Einsatzkräfte darf in einem Rechtsstaat keinen Platz haben und muss klar geächtet werden. Wir stehen in engem Austausch mit unseren Kolleginnen und Kollegen, mit den Gewerkschaften und den Berufsverbänden, um wirkungsvolle Maßnahmen zu erarbeiten, die sowohl Schutz verbessern als auch klare Signale setzen: Wir verurteilen solche Angriffe aufs Schärfste und verfolgen sie strafrechtlich konsequent. Darüber hinaus setzen wir uns dafür ein, dass gesellschaftlich wieder ein stärkerer Respekt gegenüber jenen entsteht, die ihren Dienst zum Schutz aller leisten."
Einzelheiten zu den einzelnen Deliktarten sind der beigefügten Presseinformation zu entnehmen.
Polizeioberrat Martin Kaliebe, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Stade, zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung.
"Leider haben wir im vergangenen Jahr wieder einen leichten Anstieg der Fallzahlen zu verzeichnen.
Bei der Aufklärungsquote konnten wir die erfolgreiche Aufklärungsarbeit der letzten Jahre fortsetzen und einen hohen Wert halten.
Das zeugt von dem überdurchschnittlichen Engagement aller Polizeibeamtinnen und -beamten der verschiedenen Dienststellen der Polizei im Landkreis Stade.
Die frühzeitige Erkennung und Bewertung von bevorstehenden schweren Gewaltstraftaten wird künftig eine noch größere Rolle in der Polizeiarbeit einnehmen. Daher wird die PI Stade zum 01.04.2026 einen neuen Arbeitsbereich Früherkennungs- und Bedrohungsmanagement einrichten, der sich an einem landeseinheitlichen Konzept orientiert."
Rückfragen bitte an:
Polizeiinspektion Stade
Pressestelle
Rainer Bohmbach
Telefon: 04141/102-104
E-Mail: rainer.bohmbach@polizei.niedersachsen.de