Neue Betrugsmasche im E-Mail-Verkehr – Polizei warnt vor manipulierten Rechnungen

In Bergen auf Rügen wurde der Polizei ein mutmaßlicher Betrugsfall angezeigt, der auf eine bislang hier nicht bekannte Vorgehensweise hindeutet. Nach derzeitigen Erkenntnissen stellte ein Firmeninhaber einem Kunden nach erbrachter Leistung eine Rechnung aus und übersandte diese per E-Mail als PDF-Dokument. Nachdem der Rechnungsbetrag auch mehrere Tage nach Versand nicht eingegangen war, nahm der Unternehmer Kontakt zu seinem Kunden auf. Dieser gab an, die Rechnung bereits beglichen zu haben und konnte dies auch durch eine entsprechende Bestätigung seiner Bank belegen. Im weiteren Gespräch fiel auf, dass die in der Rechnung angegebene Bankverbindung offensichtlich von den zuvor verwendeten Kontodaten abwich. Ersten Ermittlungen zufolge besteht der Verdacht, dass bislang unbekannte Tatverdächtige den E-Mail-Verkehr manipuliert haben. Offenbar wurde die originale Rechnung abgefangen, die Bankverbindung verändert und anschließend an den Kunden weitergeleitet. Dadurch wurde ein Betrag in Höhe von nahezu 17.000 Euro auf ein fremdes Konto überwiesen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des Betruges aufgenommen. Die Polizei rät in diesem Zusammenhang: - Überprüfen Sie bei Rechnungen per E-Mail stets die Bankverbindung, insbesondere bei erstmaliger Nutzung oder Änderungen. - Seien Sie misstrauisch bei kurzfristigen Änderungen von Zahlungsdaten. - Verifizieren Sie im Zweifel die Kontodaten über einen bekannten, unabhängigen Kommunikationsweg (z. B. telefonisch) - Achten Sie bei Überweisungen im Online-Banking auf Warnhinweise Ihrer Bank: Wird dort angezeigt, dass der eingegebene Empfängername nicht mit dem tatsächlichen Kontoinhaber übereinstimmt, nehmen Sie diesen Hinweis unbedingt ernst und prüfen Sie die Angaben sorgfältig. Bestätigen Sie eine solche Abweichung nicht ungeprüft.Rückfragen bitte an: Für Medienvertreter: Jennifer Sänger Polizeipräsidium Neubrandenburg Pressestelle Telefon: 03831/245-205 E-Mail: pressestelle-pi.stralsund@polizei.mv-regierung.de Rückfragen außerhalb der Bürozeiten und am Wochenende: Polizeipräsidium Neubrandenburg Einsatzleitstelle/Polizeiführer vom Dienst Telefon: 0395 5582 2223 E-Mail: elst-pp.neubrandenburg@polmv.de