Nach Fahrt für 423 Euro geflüchtet: Taxifahrer stellt Zechpreller
Kassel:
Nicht von Erfolg gekrönt war der dreiste Versuch eines 48-jährigen Mannes aus Kassel am gestrigen Sonntagabend, nach einer Taxifahrt für 423 Euro quer durch Nordhessen und Südniedersachen die Zeche zu prellen und unerkannt zu flüchten. Wie die eingesetzte Streife des Polizeireviers Süd-West berichtet, hatte der Taxifahrer den Fahrgast gegen 21 Uhr in Kassel aufgenommen und ihn zunächst auf seinen Wunsch nach Hann. Münden gefahren. Im weiteren Verlauf änderte der Mann auf der Rücksitzbank mehrfach sein Fahrtziel, sodass die knapp 180 Kilometer lange Tour quer durch Nordhessen, über Göttingen und Witzenhausen wieder zurück nach Kassel führte. In der Nähe des ICE-Bahnhofs in Bad Wilhelmshöhe verweigerte der 48-Jährige schließlich die Zahlung der Fahrtkosten, die sich auf inzwischen 423 Euro beliefen, und sprang aus dem Taxi. Dabei hatte er die Rechnung allerdings ohne den Fahrer gemacht, der sofort die Verfolgung des flüchtenden Zechprellers aufnahm, ihn stellte und festhielt, bis die hinzugerufene Streife eintraf. Geld, um die ausschweifende Taxifahrt zu bezahlen, hatte der Festgenommene nicht dabei, weshalb er sich nun wegen Betrugs verantworten muss. Die Ermittlungen dauern an.
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