Flucht vor der Polizei endet für jugendlichen Rollerfahrer in Unfall
Ein 15-jähriger Rollerfahrer wollte am späten Freitagnachmittag (20. März) in Werl vor einer Polizeikontrolle fliehen. Die Flucht endete in einem Verkehrsunfall.
Der Roller des Werlers, auf dem zusätzlich ein Sozius saß, fiel einer Streifenwagenbesatzung gegen 17:20 Uhr auf der Soester Straße auf. Weil das Zweirad auffällig laut war, wollten die Beamten es kontrollieren. Der Fahrer wendete den Roller daraufhin und bog in einen Feldweg ab.
Die Beamten gaben ihm eindeutige Anhaltesignale - unter anderem über die Außenlautsprecher des Streifenwagens. Der 15-Jährige fuhr jedoch mit hoher Geschwindigkeit weiter und bog verbotswidrig nach links in die Unionstraße ab. Die Beamten überholten den Roller und stellten den Streifenwagen quer zur Fahrbahn ab, um den Fahrer zum Anhalten zu bewegen. Er bremste, wendete sein Zweirad jedoch und fuhr erneut davon.
Die weitere Flucht führte auf die Soester Straße in Richtung Innenstadt. Kurz vor der Einmündung zur Straße "Zur Beeke" versuchten die Beamten noch einmal, den Roller zu stoppen. Der Fahrer fuhr jedoch am quer gestellten Streifenwagen vorbei und setzte seine Flucht in Richtung Innenstadt fort.
Im Bereich von Kaufland versuchten die Beamten ein drittes Mal, den Rollerfahrer zum Anhalten zu bringen. Diesmal wendete er sein Fahrzeug jedoch und fuhr in die Hedwig-Dransfeld-Straße, wo es schließlich zur Kollision mit einem entgegenkommenden Motorrad kam. Zuvor war der Fahrer nach Zeugenangaben über den Gehweg und im Gegenverkehr gefahren. Als er nach links in die Sponnierstraße abbiegen wollte, konnte der entgegenkommende Motorradfahrer nicht mehr rechtzeitig bremsen.
Der 29-jährige Werler wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Der Rollerfahrer blieb unverletzt. Sein Sozius flüchtete zu Fuß unerkannt in nördliche Richtung. Weil der Roller technisch verändert war, fuhr der 15-Jährige ihn ohne gültige Fahrerlaubnis. Auf Beschluss der Staatsanwaltschaft wurde das Handy des Jugendlichen sichergestellt. Er wurde in die Obhut seiner Eltern übergeben. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
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