Bundespolizeidirektion München: Nach Rauswurf Tür beschädigt – 50 Zugreisende stranden
Ingolstadt - Ein 24-jähriger Afghane hat am Montagmorgen (23. März) am Bahnhof Ingolstadt Nord einen Regionalexpress außer Gefecht gesetzt. Er war aus dem Zug geworfen worden und hatte dabei die Beherrschung verloren.
Im RE1 von Nürnberg nach München kontrollierte der Zugbegleiter die Fahrscheine. Ein junger Mann konnte keinen Ticket vorzeigen und wurde daher am Bahnhof Ingolstadt Nord von der Weiterfahrt ausgeschlossen Darüber war der 24-Jährige so wütend, dass er beim Anfahren des Zuges seinen Rucksack mit voller Wucht gegen die Glasscheibe der Einstiegstür schlug. Das Glas splitterte.
Der Lokführer bemerkte den Schaden und ließ die Zugtür am Ingolstädter Hauptbahnhof genau untersuchen. Das Ergebnis: Die beschädigte Scheibe stellte ein Sicherheitsrisiko dar, sodass eine Weiterfahrt auf der Schnellfahrstrecke nicht mehr möglich war. Der Regionalexpress musste abgestellt werden. Rund 50 Fahrgäste mussten sich plötzlich nach einer anderen Reisemöglichkeit umsehen.
Die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn alarmierte die Bundespolizei in Nürnberg. Die Beamten konnten den Verursacher kurz darauf schnappen. Er war in den noch stehenden Zug am Nebengleis eingestiegen und wartete auf dessen Weiterfahrt. Daraus wurde selbstredend nichts, denn einen gültigen Fahrausweis hatte er noch immer nicht.
Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde der Mannentlassen. Ihn erwartet ein Verfahren wegen des Erschleichens von Leistungen und gemeinschädlicher Sachbeschädigung.
Rückfragen bitte an:
Fridolin Schürer
Bundespolizeiinspektion Nürnberg
Bahnhofsplatz 6 - 90443 Nürnberg
Telefon: 0911 205551-105
E-Mail: bpoli.nuernberg.presse@polizei.bund.de
Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg mit Ihren circa 250
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist mit 16.082 qkm die flächenmäßig
größte Bundespolizeiinspektion in Bayern. Sie betreut mehr als 1.820
Bahnkilometer mit 306 Bahnhöfen und Haltepunkten. Ihr
bahnpolizeilicher Zuständigkeitsbereich erstreckt sich vom Landkreis
Forchheim im Nordosten bis zum Landkreis Neu-Ulm im Südwesten und
umfasst auch die Schnellfahrstrecke Nürnberg - Ingolstadt. Ihr
gehören die Bundespolizeireviere in Augsburg, Ansbach und Ingolstadt
an.
Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg hat die Aufgabe, auf dem Gebiet
der Bahnanlagen der Eisenbahnen des Bundes Gefahren für die
öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwehren, die den Benutzern,
den Anlagen oder dem Betrieb der Bahn drohen oder beim Betrieb der
Bahn entstehen oder von den Bahnanlagen ausgehen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter oder
unter oben genannter Kontaktadresse.