Kreis Viersen: Wild unterwegs – Fuß vom Gas
Statistisch gesehen ereignet sich ungefähr ein Wildunfall pro Tag auf den Straßen des Kreises Viersen. Tatsächlich gibt es aber Zeiten, in denen mehr Wildunfälle passieren. Und eine dieser Phasen steht unmittelbar bevor. Die Zeitumstellung im Frühjahr.
Für Wildtiere spielt die Uhr keine Rolle. Wohl aber die Dämmerung. Denn dann sind sie hauptsächlich unterwegs. Wenn die Tiere am Freitag zwischen 5.30 und 6 Uhr unterwegs sind, dann ist es am Montag nach der Zeitumstellung bei den gleichen Lichtverhältnissen schon 6.30 Uhr. Und dann sind wesentlich mehr Autos unterwegs.
Wie können Sie Wildunfälle vermeiden?
- Aufmerksam und bremsbereit fahren, denn eine geringere Geschwindigkeit verkürzt den Bremsweg.
- Wo eins ist, sind auch mehrere. Wenn bereits ein Reh die Straße überquert hat, dann kommt oft noch ein zweites hinterher.
- Nicht mit Fernlicht fahren. Ein geblendetes Tier wird orientierungslos und bleibt höchstwahrscheinlich stehen. Besser hupen.
Wenn es zum Unfall kommt:
- Sichern Sie die Unfallstelle ab.
- Rufen Sie die Polizei.
- Kümmern Sie sich um möglicherweise verletzte Menschen.
- Sehen Sie - aus sicherer Entfernung - nach dem Tier.
- Melden Sie der Polizei, ob das Tier lebt oder tot ist.
Einfach Wegfahren ist keine gute Idee, denn:
- wenn Sie an einem Unfall beteiligt sind, haben Sie die Pflicht, die Unfallstelle zu sichern, damit keine Folge-Unfälle passieren.
- wenn das Tier noch lebt und Sie sich nicht darum kümmern, dass Hilfe oder Erlösung kommt, kann das ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz sein.
- Für Ihre Versicherung - die bei Teilkasko zahlen könnte - benötigen Sie die Bescheinigung des Unfalls.
Zusammengefasst: Immer vorsichtig und aufmerksam fahren und im Falle eines Falles die Polizei rufen. /hei (188)
Rückfragen bitte an:
Pressestelle Kreispolizeibehörde Viersen
Telefon: 02162/377-1191
pressestelle.viersen@polizei.nrw.de